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Freizügigkeit

Freizügigkeitslösungen werden zum strategischen Vorsorgethema

Stellenabbau und berufliche Übergangsphasen rücken ein Thema ins Zentrum, das lange unterschätzt wurde: die Wahl der richtigen Freizügigkeitslösung.

Andrea Hohendahl

Jobverlust
Gerade in beruflichen Übergangsphasen gewinnen flexible Vorsorgelösungen an Bedeutung. mcjanuald - stock.adobe.com

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Die Kündigung kommt oft schneller als erwartet. Gerade in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Restrukturierungen, Sparprogrammen und Stellenabbau geprägt ist, sehen sich viele Erwerbstätige plötzlich mit Fragen konfrontiert, die zuvor kaum präsent waren. Eine davon betrifft die berufliche Vorsorge: Was passiert mit dem angesparten Pensionskassenguthaben, wenn nicht unmittelbar eine neue Stelle folgt?
Market Opinion «Vorsorge bei Temporär- und Teilzeitarbeit»
Dieser Artikel ist Teil der Market Opinion «Vorsorge bei Temporär- und Teilzeitarbeit», die in Zusammenarbeit mit der Tellco Freizügigkeitsstiftung realisiert wurde.
In solchen Situationen wird das Vorsorgekapital aus der bisherigen Pensionskasse auf eine Freizügigkeitslösung übertragen. Das betrifft etwa Personen bei Stellenwechsel mit Unterbruch, Erwerbslosigkeit, längeren Auszeiten, Auswanderung, Frühpensionierung oder dem Schritt in die Selbstständigkeit. Was administrativ klingt, ist in der Praxis eine wichtige Weichenstellung.
Mehr als ein Parkplatz für Vorsorgegelder
Freizügigkeitslösungen unterscheiden sich deutlich. Klassische Kontolösungen bieten Sicherheit und Verzinsung. Wertschriftenlösungen eröffnen zusätzliche Renditechancen, bringen aber auch Kursschwankungen mit sich. Je länger eine Übergangsphase dauert, desto wichtiger wird die Frage, ob das Kapital lediglich sicher verwahrt oder aktiv angelegt werden soll.
Der Markt für Freizügigkeitslösungen hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Neben klassischen Kontolösungen gewinnen renditeorientierte Modelle zunehmend an Bedeutung. Anbieter wie die Grossbank UBS oder der Swiss Life kombinieren traditionelle Freizügigkeitskonten mit ergänzenden Anlageoptionen, während digitale Plattformen wie etwa Viac verstärkt auf kostengünstige Wertschriftenstrategien setzen.

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Freizügigkeitskonto strategisch nutzen
Für Versicherte schafft das mehr Möglichkeiten – gleichzeitig steigt aber auch die Komplexität bei der Wahl der passenden Lösung. Denn die Anforderungen unterscheiden sich je nach Lebensphase deutlich: Wer kurz vor der Pensionierung steht, gewichtet Sicherheit meist stärker, während jüngere Erwerbstätige mit längerem Anlagehorizont häufig stärker auf Renditechancen fokussieren.
Für langfristigen Vermögensaufbau
Michael Frei-Otero, Leiter Vorsorge 3a und Freizügigkeit der Tellco Bank AG, sagt: «Die Bedeutung von Freizügigkeitslösungen nimmt zu. Häufigere Stellenwechsel, berufliche Neuorientierungen oder Phasen der Selbstständigkeit führen dazu, dass Vorsorgegelder heute öfter und länger auf Freizügigkeitskonten liegen. Umso wichtiger ist es, die passende Lösung nicht erst beim Austritt aus der Pensionskasse zu wählen. Wer seinen Anlagehorizont, seine Risikobereitschaft und seine persönliche Situation frühzeitig berücksichtigt, kann sein Freizügigkeitsguthaben gezielt für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen.»
Tellco kombiniert Konto und Anlageoptionen
Die Tellco Freizügigkeitsstiftung wurde 2003 als unabhängige Stiftung durch die Tellco Bank AG gegründet und untersteht der Zentralschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht. Das Freizügigkeitskonto von Tellco richtet sich an Personen, die vorübergehend aus der Pensionskasse ausscheiden. Die Kontoeröffnung ist digital möglich, die Kontoführung und Kontosaldierung werden auf der Produktseite als kostenlos ausgewiesen.

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Zusätzlich bietet Tellco Anlagelösungen für Vorsorgegelder. Dazu gehören Strategiefonds mit unterschiedlichen Aktienanteilen, Themenfonds und kostengünstige ETFs. Damit können Versicherte je nach Risikoprofil und Anlagehorizont zwischen sicherheitsorientierter Kontolösung und renditeorientierten Wertschriftenanlagen wählen.
Auch für Arbeitgeber relevant
Freizügigkeit ist nicht nur ein Thema für Betroffene. Auch HR-Abteilungen und CFOs sind gefordert, wenn Mitarbeitende im Rahmen von Restrukturierungen, Kündigungen oder Neuorientierungen austreten. Eine saubere Information über Vorsorgefragen reduziert Unsicherheiten und hilft, den Austrittsprozess professionell zu begleiten.
Gerade in einem Arbeitsmarkt mit häufigeren Übergängen gewinnt dieses Thema an Bedeutung. Wer sein Pensionskassenguthaben überlegt platziert, kann Risiken besser steuern und Chancen nutzen. Freizügigkeit ist damit weit mehr als eine Zwischenlösung – sie ist ein Bestandteil moderner Vorsorge- und Finanzplanung.

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