Flexible Arbeitsmodelle: Das BVG wird zur Führungsaufgabe
Teilzeit, Stundenlohn und temporäre Einsätze nehmen zu – für KMU wird die berufliche Vorsorge damit zur operativen und strategischen Herausforderung zugleich.
Andrea Hohendahl
Teilzeit arbeiten ist beliebt, bedeutet aber punkto BVG einiges an Herausforderungen. Getty Images
Der Einsatzplan ändert sich kurzfristig, ein Projekt wird verlängert, eine Teilzeitstelle kommt hinzu: Was in vielen KMU längst zum operativen Alltag gehört, bringt die berufliche Vorsorge an ihre Grenzen. Denn das BVG ist historisch auf stabile Arbeitsverhältnisse, fixe Löhne und langfristige Anstellungen ausgerichtet. Die Realität in vielen Unternehmen sieht heute anders aus.
Market Opinion «Vorsorge bei Temporär- und Teilzeitarbeit»
Dieser Artikel ist Teil der Market Opinion «Vorsorge bei Temporär- und Teilzeitarbeit», die in Zusammenarbeit mit der Tellco Pensionskasse realisiert wurde.
Teilzeit, Stundenlohn und temporäre Einsätze nehmen zu. Damit steigt nicht nur die Flexibilität für Arbeitgeber und Arbeitnehmende, sondern auch die Komplexität in der zweiten Säule. Besonders anspruchsvoll wird es dort, wo Beschäftigungsgrade schwanken, Einsätze kurz dauern oder Mitarbeitende mehrere Arbeitgeber haben.
Wo Vorsorgelücken entstehen
Ein zentraler Stolperstein in der beruflichen Vorsorge ist der Koordinationsabzug. Dieser wird vom AHV-pflichtigen Jahreslohn abgezogen, bevor der versicherte BVG-Lohn berechnet wird. Bei tieferen Einkommen oder kleinen Pensen kann sich dieser Abzug überproportional auf den versicherten Lohn auswirken.
Besonders betroffen sind Personen mit mehreren Teilzeitstellen. Obwohl ihr gesamtes Erwerbseinkommen ausreichend hoch sein kann, wird der Koordinationsabzug in der Regel bei jedem Arbeitgeber separat angewendet. Dadurch bleibt ein Teil des Einkommens unversichert, was langfristig zu tieferen Altersleistungen führen kann.
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Die Problematik ist in der Branche seit Längerem bekannt. Viele Vorsorgeanbieter haben deshalb ihre Lösungen weiterentwickelt und bieten Modelle an, die besser auf Teilzeit- und flexible Arbeitsverhältnisse abgestimmt sind. Für Unternehmen lohnt es sich, die Ausgestaltung ihrer Vorsorgelösung regelmässig zu überprüfen und darauf zu achten, wie Eintrittsschwellen, Koordinationsabzug und versicherter Lohn konkret ausgestaltet sind. Gerade bei Belegschaften mit unterschiedlichen Beschäftigungsgraden kann dies einen spürbaren Einfluss auf die Vorsorgesituation der Mitarbeitenden haben.
Der Markt hat sich verändert
Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten, projektbezogene Einsätze und temporäre Anstellungen gehören heute in vielen Branchen zum Alltag. Damit steigen auch die Anforderungen an die berufliche Vorsorge.
Diese Entwicklung hat auch den Vorsorgemarkt geprägt. Anbieter wie Axa, Zurich, Swiss Life oder Helvetia Baloise haben ihre Angebote in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, um den Bedürfnissen moderner Arbeitsformen besser gerecht zu werden. Gefragt sind heute Lösungen, die einerseits attraktive Vorsorgeleistungen ermöglichen und andererseits den administrativen Aufwand für Arbeitgeber reduzieren.
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Auch unabhängige Sammelstiftungen wie Tellco pk setzen auf Modelle, die sich an unterschiedliche Unternehmensrealitäten anpassen lassen. Mit Lösungen wie Tellco pk PRO, Tellco pk PULSE oder Tellco pk INDIVIDUA können Unternehmen ihre Vorsorge stärker auf die Struktur ihrer Belegschaft ausrichten. Besonders bei Teilzeit- und Temporärarbeit sind flexible Parameter sowie praxisnahe Administrationsprozesse entscheidend.
Ein Beispiel dafür ist die stundenbasierte Beitragsabrechnung bei Tellco pk PRO. Der versicherte Lohn wird auf Basis der effektiv geleisteten Stunden ermittelt. Das reduziert Schätzungen und Nachberechnungen und vereinfacht die Administration insbesondere bei schwankenden Arbeitspensen oder temporären Einsätzen.
[Platzhalter Tellco-Statement]
Granit Kabashi, Leiter Vertrieb Deutschschweiz und Tessin der Tellco Bank AG, sagt: «Die Arbeitswelt wird flexibler – die berufliche Vorsorge muss es ebenfalls sein. Unternehmen mit Teilzeit-, Stundenlohn- oder Temporärmitarbeitenden benötigen Lösungen, die den administrativen Aufwand gering halten und gleichzeitig eine zeitgemässe Absicherung ermöglichen. Genau hier setzt Tellco pk PRO mit der stundenbasierten Beitragsabrechnung an, die sich besonders für flexible Beschäftigungsmodelle eignet.»
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Administration wird zur Führungsfrage
Für KMU ist das nicht nur ein Vorsorgethema, sondern auch eine operative Frage. Löhne müssen korrekt gemeldet, Ein- und Austritte sauber verarbeitet und Mutationen zeitnah umgesetzt werden. Gerade bei Unternehmen mit vielen Temporär- oder Teilzeitangestellten kann die BVG-Administration schnell zur Belastung werden.
Tellco setzt hier mit Lösungen an, die ausdrücklich auf flexible Arbeitsmodelle ausgerichtet sind. Bei Tellco pk PRO ist die Beitragsabrechnung auf Stundenlohnbasis ein zentraler Vorteil: Der versicherte Lohn wird anhand der effektiv geleisteten Stunden ermittelt. Das reduziert Schätzungen, Nachberechnungen und administrative Fehlerquellen. Gleichzeitig lassen sich Vorsorgeparameter wie Eintrittsschwelle oder Koordinationsabzug flexibler ausgestalten.
Vorsorge als Teil der Arbeitgeberattraktivität
Für KMU wird die berufliche Vorsorge damit zunehmend zu einem Differenzierungsfaktor. Wer Teilzeit- und Temporärarbeit korrekt und transparent absichert, reduziert nicht nur Risiken, sondern stärkt auch die Positionierung als Arbeitgeber. Gerade in Branchen mit Fachkräftemangel können bessere Vorsorgelösungen ein Argument im Wettbewerb um Mitarbeitende sein.