Social Media ist in den vergangenen Jahren zu einem Gebiet geworden, in dem zahlreiche Strategen und Strategie-Berater aktiv sind und um die besten Ergebnisse konkurrieren. Neben Γ€ltere AnsΓ€tze wie Β«PrΓ€senz auf allen KanΓ€len zeigenΒ» sind neuere getreten wie Β«aktives Informationsmanagement ΓΌber eigene Corporate InfluencerΒ».
Bei den grΓΆsseren Versicherungsunternehmen, die in der Schweiz aktiv sind, sieht man eine erstaunliche Vielfalt von Social-Media-Strategien. Ihr kleinster gemeinsamer Nenner: Das direkte Erreichen der Kundinnen und Kunden.
Marke und Strategie transportieren
Β«Social Media wird bei uns als ein Kanal im gesamten Kommunikationsmix angesehenΒ», sagt Bernd de Wall, Sprecher bei Allianz (Schweiz). Angegliedert im Digital-Marketing-Mix ist es ein ergΓ€nzendes Instrument fΓΌr Kunden- und Markenkommunikation. Β«Die Marke Allianz soll auf Social Media fΓΌr den Kunden erlebbar gemacht werden und unsere Unternehmenskultur nach aussen transportierenΒ», so de Wall. DafΓΌr stehe im Unternehmen circa eine Vollzeitstelle zur VerfΓΌgung.
Anders bei Axa, wo Social Media im Bereich Marketing angehΓ€ngt ist und dort von Β«drei Personen mit unterschiedlichen PensenΒ» betreut wird, wie Axa-Sprecher Lorenz Heinzer erklΓ€rt. Β«Wir verfolgen eine klare Strategie, die sich an den Unternehmens- und Bereichszielen orientiert und darΓΌber hinaus die Besonderheiten der einzelnen KanΓ€le berΓΌcksichtigtΒ», sagt er.
Partner-Inhalte
Werbung
Generalagenturen mit eigenen Profilen
Bei Baloise hingegen spannen die Abteilungen fΓΌr Social Media zusammen: Β«Am Standort Schweiz werden die Social-Media-KanΓ€le durch die Marketing- und Kommunikationsabteilung betriebenΒ», sagt Roberto Brunazzi, Sprecher bei Baloise. Zwischen den Teams werde die Social-Media-Content-Strategie in regelmΓ€ssigen Planungsmeetings besprochen.
Β«Da die Social-Media-KanΓ€le nur ein Teil der gesamten Marktbearbeitungsstrategie sind, lassen sich nur bedingt dezidierte Headcounts zuweisen. FΓΌr ausschliesslich Social Media sind es 150 Stellenprozent plus eine Praktikantenstelle, wobei die Content-Produktion und -Distribution an verschiedenen Stellen innerhalb von Marketing und Kommunikation geschiehtΒ», so Brunazzi. Des Weiteren wΓΌrden auch die Generalagenturen Social Media fΓΌr die regionale Promotion auf ihren Facebook-Profilen nutzen, so der Sprecher.
Marketing im Lead
Bei Helvetia sind die Verantwortlichkeiten fΓΌr Social Media auf verschiedene Bereiche verteilt. Β«FΓΌr die Kundenansprache und das Community-Management in der Schweiz ist der GeschΓ€ftsleitungsbereich Kunden- und Marktmanagement zustΓ€ndigΒ», sagt Helvetia-Sprecher Jonas Grossniklaus. Β«UnterstΓΌtzt wird dieser von Mitarbeitenden aus anderen Bereichen und Ressorts, weshalb keine Angaben zum Headcount mΓΆglich sind.Β»
Werbung
Bei Zurich Schweiz ist das Marketing-Team allein fΓΌr die Entwicklung und Umsetzung der Social-Media-Strategie verantwortlich. Β«Social Media sind Teil des integrierten Marketing- und Kampagnenplans und werden entlang des gesamten Brand- und Sales-Funnels eingesetzt. Ein dezidiertes Content-Team verantwortet diesen BereichΒ», erklΓ€rt David Schaffner, Sprecher bei Zurich in der Schweiz.
Auch die Social-Media-AktivitΓ€ten des Direktversicherers Smile, eines Unternehmens der Helvetia-Gruppe, werden direkt durch die Abteilung Marketing & E-Commerce gesteuert. Β«Innerhalb eines fΓΌnfkΓΆpfigen Marketing-Teams ist eine Person fΓΌr die strategische Ausrichtung, die Koordination sowie das Monitoring der einzelnen KanΓ€le verantwortlich, immer in Relation zu traditionellen MarketingkanΓ€lenΒ», so Grossniklaus. Β«Bei der Produktion und Umsetzung arbeitet Smile mit verschiedenen Agenturen, Content Producern und Influencern zusammen. Durch das diversifizierte Setup greift Smile auf ein Netzwerk von Experten zurΓΌck, welches den schnelllebigen Trends der Social-Media-Welt gerecht werden kann.Β»
Dialog mit Kunden
Β«Bei unserer Social-Media-Strategie geht es im Kern darum, dass wir auch online persΓΆnlich fΓΌr unsere Kundinnen und Kunden da sind und wir ihnen bei Fragen zur Seite stehen: Entweder indem wir direkt auf Anfragen antworten, den persΓΆnlichen Kontakt zu unseren Versicherungsberaterinnen und -beratern herstellen oder auf die Website verlinkenΒ», umreisst Mobiliar-Sprecher JΓΌrg Thalmann die Strategie seines Arbeitgebers.
Werbung
Β«Wir verstehen Social Media nicht als One-way-Kommunikation, sondern wollen mit Menschen beispielsweise zu Versicherungsthemen und unseren gesellschaftlichen Engagements in einen Dialog treten.Β» Die Hauptverantwortung fΓΌr die Social-Media-AktivitΓ€ten liegt in der Unternehmenskommunikation, wobei man laut Thalmann Β«sehr viele Schnittstellen zu Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmensbereichen hat und sehr eng mit ihnen zusammenarbeitetΒ».
NΓ€he zur Zielgruppe
Β«Unsere Social-Media-Strategie ist auf die jeweiligen KanΓ€le zugeschnittenΒ», erklΓ€rt Swiss-Life-Sprecherin Julie Albisser. Β«GrundsΓ€tzlich mΓΆchten wir ΓΌber alle KanΓ€le hinweg die NΓ€he zur Zielgruppe schaffen und ihr Zugang zur Swiss-Life-Themenwelt ermΓΆglichen.Β» Eine besondere Stellung wΓΌrden auch die Mitarbeitenden einnehmen, welche als Ambassadoren und Multiplikatoren der Inhalte fungieren, sagt Albisser weiter.
Reihe Β«Versicherer und Social MediaΒ»: Bisher erschienen: