Abo
Special Vorsorge

Unternehmer in der Vorsorge: Freiheit mit Verantwortung

Selbstständige tragen mehr Risiko – und müssen ihre Altersvorsorge strategisch selbst strukturieren.

Sandra Willmeroth

Stylish Woman in home clothes sits in a hammock and uses a laptop for remote work. Bright interior and creative space.
Wer heute entspannt arbeitet, muss für morgen finanziell vorsorgen. Getty Images

Werbung

Wer ein Unternehmen grün­det oder sich selbstständig macht, entscheidet sich für unternehmerische Freiheit – und für maximale Eigenverantwortung in der Vorsorge. Diese Freiheit wird häufig unterschätzt. «Erfahrungsgemäss ist etwa jede vierte selbstständige Person nur in der AHV/IV/EO versichert. Stösst ihr etwas zu, sind die Einbussen massiv – bei Invalidität, Tod sowie nach der Pensionierung», sagt Charly Rupp, Experte für Firmengründungen beim VZ Vermögenszentrum. Viele Selbstständigerwerbende verzichten auf freiwillige Vorsorgelösungen, oder sie kennen ihre Möglichkeiten nicht. Wer darauf setzt, das eigene Unterneh­men später gewinnbringend zu verkaufen, betreibt Vorsorgeplanung auf Basis einer unternehmerischen Wette. Unternehmenswerte sind konjunkturabhängig, Nachfolgelösungen komplex, und Liquidität ist nicht garantiert.
Gerade in der Startphase dominieren In­vestitionen ins Geschäft, nicht ins Alter und in die Risikoabdeckung. Dabei bieten das System und der Gesetzgeber unternehmerfreundliche Spielräume. Selbstständig Tätige ohne Anschluss an eine Pensionskasse können bis zu 20 Prozent ihres Nettoeinkommens, maximal 36'288 Franken pro Jahr, in die gebundene Selbstvorsorge der Säule 3a einzahlen. Diese Obergrenze gilt weiterhin für 2026. Die dritte Säule ist damit nicht nur steuerlich attraktiv, sondern auch flexibel. Einzahlungen können jährlich angepasst werden, was gerade bei schwankenden Erträgen entscheidend ist. Neu ist es auch möglich, rückwirkend in die Säule 3a einzuzahlen – für Beitragslücken ab 2025. «Allerdings gelten einige Einschränkungen. Solche 3a-Einkäufe ersetzen zum Beispiel nicht den grossen Selbstständigenbeitrag von 36 288 Franken, sondern sind auf 7'258 Franken gedeckelt», sagt VZ-­Experte Rupp.

Partner-Inhalte

Werbung