Abo

Wichtiger Faktor bei Lieferantenkrediten: Vertrauen

Neben einer Police verringern Vorräte und diversifizierte Lieferketten die Unterbrechungsrisiken am besten.

Matthias Niklowitz

Galaxus-Warenlager in Wohlen AG: Lieferkette für erste Produkte stockt
Wird bei Lieferantenkrediten das Vertrauen erschüttert, kann das verheerende Folgen auf gesamte Lieferketten haben. Bild: pd

Werbung

Die Lager sind leer, die Halbfertigprodukte stecken im Container in Schanghai, die Endkunden in den Benelux-Ländern drängen auf die termingerechte Auslieferung – und dazwischen steht das Schweizer Unternehmen, bei dem die Buchhaltung und das Marketing im Homeoffice sitzen. Die Beschäftigten in der Produktion könnten zwar arbeiten – aber die Halbfertigprodukte fehlen. Das Problem überall ist das Coronavirus, die dadurch verursachte Covid-19-Lungenkrankheit und die dadurch entstehenden Unterbrechungen der Lieferketten.
«Der Kunde erhält aufgrund der Corona-Krise von seinem Lieferanten keine Ware mehr und hat deshalb einen Betriebsunterbruch », erklärt Mobiliar-Sprecher Jürg Thalmann. «Hier kommt dann der sogenannte Rückwirkungsschaden zum Zug. Dasselbe gilt bei Feuer- und Elementarschäden, wenn beispielsweise das Geschäft des Lieferanten gebrannt hat und er deshalb nicht liefern kann.» Diese Deckung kommt beidseitig zum Zug. «Das heisst, auch wenn etwa der Kunde – das Restaurant – unserem Kunden – dem Lebensmittelhändler – die Ware nicht mehr abnimmt, da die Restaurants geschlossen sind und darum keine Ware mehr beziehen», so Thalmann weiter. «Auch hier kommt der Rückwirkungsschaden zur Anwendung.»

Partner-Inhalte

Über die Autoren

Werbung