Für die Vollversicherung wird es eng. Bereits seit Jahren treten die wenigen verbliebenen Lebensversicherer beim stark nachgefragten Garantie-Modell der beruflichen Vorsorge auf die Bremse. Stattdessen rücken teilautonome Lösungen in den Vordergrund. Damit wird das Anlagerisiko auf den Versicherungsnehmer übertragen. Mit den stark schwankenden Aktienkursen als Folge der Corona-Pandemie ist das speziell für die kleinen und mittleren Unternehmen fatal. Die Grosszahl der KMU sucht bei der zweiten Säule die Kapitalsicherheit. Sie möchten sich nicht den teilweise massiven Schwankungen an den Börsen aussetzen und bei einer Unterdeckung für die Sanierung der Vorsorgeeinrichtung aufkommen. Für immer mehr Kleinfirmen wird es aber schwierig, zu vernünftigen Konditionen eine Vollversicherung abzuschliessen. Nur noch Swiss Life, Allianz Schweiz, Helvetia, Baloise und Pax bieten die sorglose Variante mit einer 100-prozentigen Deckung des Vorsorgevermögens an.