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Versicherern droht Revolution im Accounting

Ein neuer Rechnungslegungsstandard zeigt transparent auf, wo die Assekuranz ihr Geld verdient. Das beeinflusst die Produktpalette.

Dr. Kurt Speck, Chefredaktor i.o.New Management © Bruno Arnold

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975027882 Getty Images/500px Prime

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Komplett neue Regeln sind in der Rechnungslegung eher selten. Die Versicherungsbranche nimmt seit ΓΌber zwei Jahrzehnten Anlauf dazu; jetzt steht der Abschluss bevor. Ab Januar 2022 soll mit IFRS 17 die Frage, wie VersicherungsvertrΓ€ge besser in der Bilanz abgebildet werden, definitiv geklΓ€rt sein. Analysten bemΓ€ngeln, dass das, was Versicherer bisher unter IFRS 4 berichten, fΓΌr eine echte Performancemessung unzureichend ist. Das Ziel einer Novelle sind einheitliche Standards und eine bessere Vergleichbarkeit von bΓΆrsenkotierten Versicherungsgesellschaften weltweit. Die bisher heterogenen lokalen Anforderungen fΓΌr die Rechnungslegung sollen ersetzt werden.
Die Methode zur Bewertung von VersicherungsvertrΓ€gen Γ€ndert sich radikal. Derzeit sind die Daten zu Beginn der Laufzeit von VertrΓ€gen ausschlaggebend. Unter IFRS 17 werden die Policen jedoch mit den kΓΌnftigen ZahlungsstrΓΆmen bewertet – eine Art Discounted-Cashflow-Modell. Der Chef eines grossen Versicherungskonzerns bezeichnet dies als Β«eine Revolution in den Accounting-Regeln.Β»
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