Sparen gehörte schon immer zu den Tugenden der Schweizerinnen und Schweizer. Die Corona-Krise hat sie nur noch mehr darin bestärkt. Und die Banken und Versicherungen haben mit innovativen Produkten auf das wachsende Interesse an der individuellen Altersvorsorge reagiert. Die ersten beiden Pfeiler im Dreisäulensystem, AHV und berufliche Vorsorge, sind mit Finanzierungsproblemen konfrontiert. Umso wichtiger wird die dritte Säule. Das erleichtert nun auch politische Vorstösse. Diesen Sommer hat nach dem Ständerat auch der Nationalrat einer Motion zum nachträglichen Einkauf in die steuerbegünstigte Säule 3a zugestimmt. Damit lassen sich Vorsorgelücken von Personen schliessen, die in jungen Jahren kein solches Konto hatten, als Selbstständige die finanziellen Mittel nicht aufbringen konnten oder über ein zu geringes Einkommen verfügten. Der Einkauf soll auf den für Selbstständige geltenden Betrag von 34’128 Franken beschränkt werden, und nur alle fünf Jahre wären Einkäufe möglich. Jetzt liegt es am Bundesrat, rasch eine mehrheitsfähige Lösung zu finden.