Vorsichtsmassnahmen, Homeoffice und einige neue Produkte: So stellen sich die Schweizer Konzerne Swiss Re, Axa, Mobiliar auf eine mรถgliche zweite Pandemie-Welle ein.
Falls eine zweite Corona-Welle kommen sollte: Das Homeoffice ist bei den Schweizer Versicherern entweder nach wie vor Alltag oder es kann im Bedarfsfall wieder ausgeweitet werden. Keystone
Als am 23. Januar 2020 Wuhan aufgrund Covid-19 abgeriegelt wurde, hรคtte der Rest der Welt eigentlich reagieren mรผssen: Die 15-Millionen-Region hat mit 18โ000 Dollar ein fรผr aufstrebende Stรคdte ordentliches Durchschnittseinkommen, das Gesundheitssystem war ausgebaut und intakt und es gab lediglich einige hundert dokumentierte neue Krankheitsfรคlle. Man hรคtte sich vorbereiten mรผssen, argumentieren die Sozialphilosophen Nikil Mukerji und Adriano Mannino. Denn alleine die Gegenรผberstellung der Kosten eines Worst Case und der Kosten frรผhzeitiger Abwehrmassnahmen hรคtte auf dem Hintergrund der im Januar verfรผgbaren wenigen Erkenntnisse โ das Virus verbreitete sich sehr leicht von Mensch zu Mensch, jeder Erkrankte infizierte etwa zwei weitere โ sofort effektive Massnahmen wie Maskentragepflicht, Tracing und Abstandsgebote erfordert.
Es gehรถrt zur Tragik der Covid-19-Pandemie, dass in Europa und auch in der Schweiz erst einmal nichts passierte, bis etliche Wochen spรคter Bilder aus Norditalien den Ernst der Lage zeigten. Und nach der ersten Welle droht eine zweite, wie Swiss Re-CEO Christian Mumenthaler im Juni gegenรผber dem ยซHandelsblattยป sagte. Mumenthaler ist in einer privilegierten Lage โ seine Risikoanalysten warnen seit einiger Zeit regelmรคssig vor einer Pandemie; dieses Risiko rangiert jeweils unter den Top 5 bei den jรคhrlichen Prognosen.