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Verbesserte Modellberechnungen fΓΌr Pandemien

Bei Swiss Re arbeitet man mit einem eigenen Modell, um die Tarife und das erforderliche Risikokapital zu berechnen.

Matthias Niklowitz

Coronavirus 20 04 20
Swiss Re hat Lehren aus Epidemien und Pandemien der letzten 100 Jahre zugezogen, um ihr Pandemiemodell zu optimieren. JΓΌngst kommt nun auch COVID-19 hinzu. JHU CSSE

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Im Jahr 2006 startete Swiss Re mit der Entwicklung eines eigenen Pandemie-Modells. Β«Das Modell war dazu gedacht, unser eigenes Portfolio wie bei einem Stress-Test zu ΓΌberprΓΌfen, auf Γ€hnliche Weise wie bei grossen NaturkatastrophenΒ», erlΓ€utert Edi Schmid, der Chairman des Swiss Re Instituts und gleichzeitig Chief Underwriting Officer der Gruppe. Das Modell arbeitet mit einer grossen Datenbasis und basiert auf dem VerstΓ€ndnis, das man von Krankheiten wie der Β«normalenΒ» Grippe hat. Β«Wenn wir diese Daten kombinieren, ergibt das ein VerstΓ€ndnis dafΓΌr, wie eine Gesellschaft mit einem Pandemie-Ereignis fertig wirdΒ», so Schmid weiter. Insgesamt wurden 50β€˜000 Szenarien gerechnet, um abschΓ€tzen zu kΓΆnnen, wie sich eine Pandemie auf ein bestimmtes Modell-Portfolio auswirkt.
Die Berechnungen ergaben fΓΌr China bei einem Szenario, dass sich theoretisch nur einmal alle 200 Jahre ereignet, eine hΓΆhere zusΓ€tzliche MortalitΓ€t von 1,82 pro tausend Menschen, was auf ganz China hochgerechnet 2,5 Mio. zusΓ€tzliche Tote bedeuten wΓΌrde. FΓΌr Grossbritannien wΓ€ren das hochgerechnet 80β€˜000 zusΓ€tzliche Verstorbene. Β«Daraus lassen sich indes nicht einfach direkte SchlΓΌsse ziehenΒ», so Schmid weiter, Β«denn eine versicherte Population hat wichtige Unterschiede, beispielsweise hinsichtlich des Alters, gegenΓΌber einer AllgemeinbevΓΆlkerung.Β»
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