Im Jahr 2006 startete Swiss Re mit der Entwicklung eines eigenen Pandemie-Modells. Β«Das Modell war dazu gedacht, unser eigenes Portfolio wie bei einem Stress-Test zu ΓΌberprΓΌfen, auf Γ€hnliche Weise wie bei grossen NaturkatastrophenΒ», erlΓ€utert Edi Schmid, der Chairman des Swiss Re Instituts und gleichzeitig Chief Underwriting Officer der Gruppe. Das Modell arbeitet mit einer grossen Datenbasis und basiert auf dem VerstΓ€ndnis, das man von Krankheiten wie der Β«normalenΒ» Grippe hat. Β«Wenn wir diese Daten kombinieren, ergibt das ein VerstΓ€ndnis dafΓΌr, wie eine Gesellschaft mit einem Pandemie-Ereignis fertig wirdΒ», so Schmid weiter. Insgesamt wurden 50β000 Szenarien gerechnet, um abschΓ€tzen zu kΓΆnnen, wie sich eine Pandemie auf ein bestimmtes Modell-Portfolio auswirkt.
Die Berechnungen ergaben fΓΌr China bei einem Szenario, dass sich theoretisch nur einmal alle 200 Jahre ereignet, eine hΓΆhere zusΓ€tzliche MortalitΓ€t von 1,82 pro tausend Menschen, was auf ganz China hochgerechnet 2,5 Mio. zusΓ€tzliche Tote bedeuten wΓΌrde. FΓΌr Grossbritannien wΓ€ren das hochgerechnet 80β000 zusΓ€tzliche Verstorbene. Β«Daraus lassen sich indes nicht einfach direkte SchlΓΌsse ziehenΒ», so Schmid weiter, Β«denn eine versicherte Population hat wichtige Unterschiede, beispielsweise hinsichtlich des Alters, gegenΓΌber einer AllgemeinbevΓΆlkerung.Β»