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AHV-Reform 21

Update zur heiss diskutierten AHV-Reform 21

Zur Stabilisierung der Schweizer Altersvorsorge braucht es dringend Anpassungen am System. Was beinhaltet die heftig diskutierte AHV-Reform 21? Ein Update.

Iwan Brot

Rente - Altersvorsorge - AHV 21
Bei der Rentenreform AHV 21 geht es um grundsΓ€tzliche Fragen. Adobe Stock

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Die finanzielle Lage der AHV (erste SΓ€ule) verschlechtert sich zusehends. Aufgrund des demografischen Wandels wΓ€chst die Zahl der Pensionierten, die dank hΓΆherer Lebenserwartung immer lΓ€nger eine Rente beziehen. Die geplante Reform soll Abhilfe schaffen. Gegen den Gesetzesentwurf wurde das Referendum ergriffen. Was bringt eine Annahme des Gesetzesentwurfs? Dieser Artikel thematisiert die wesentlichen VerΓ€nderungen gegenΓΌber der aktuellen Gesetzgebung.
Bestimmt handelt der Gesetzgeber mit guten Absichten, insbesondere auch bei der 
Flexibilisierung. Fraglich ist hingegen, ob bei diesen diversen MΓΆglichkeiten die RentenverfΓΌgungen auf ihre Richtigkeit hin ΓΌberprΓΌft werden kΓΆnnen.
Iwan Brot ist eidg. dipl. Finanzplanungs-Experte und Bankfachmann, eidg. dipl. Dozent fΓΌr HΓΆhere Fach- schulen im Nebenberuf (Wirtschaft), Fachzertifikat CfBS in Mathematik, Statistik und Finance und zudem Inhaber der Einzelfirma Geldexperte.

Lange Übergangszeit

Sind für die Übergangsgeneration neun Jahre notwendig? Das ist eine Àusserst grosszügige Auslegung. Und die absurde Situation, dass Konstellationen entstehen, bei welcher Frauen mit geringerem massgebendem Jahresdurchschnittseinkommen mehr Rente erhalten als Frauen mit hâherem Jahresdurchschnittseinkommen, ist unverstÀndlich. Vor lauter Kompromissen und anderweitigen GedankengÀngen geht der Fokus auf das Wesentliche verloren.

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Seit Monaten hΓΆrt man tΓ€glich den Begriff Nachhaltigkeit – auch von unseren 
Politikerinnen und Politikern. Bei der Altersvorsorge scheint dies jedoch dauernd 
vergessen zu gehen. Auch hier werden die Jungen den Preis bezahlen mΓΌssen. Aus heutiger Sicht ist klar, dass das Rentenalter der Lebenserwartung angepasst werden muss. Und offenbar vertritt auch der Bundesrat diese Meinung. Der Β«BlickΒ» hat das amtliche Dokument, gestΓΌtzt auf das Γ–ffentlichkeitsgesetz, erhalten und einen Artikel dazu publiziert. Wieso bleibt der Bundesrat gegenΓΌber der Γ–ffentlichkeit Β«mutlosΒ»?

VerlΓ€ngerte Rentendauer

Bei der EinfΓΌhrung der AHV wurde mit einer Rentendauer von 14 (Frauen) bzw. knapp 12,5 Jahren (Herren) gerechnet. Heute sind es rund 22 bzw. 19 Jahre. Mit weiter zunehmender Lebenserwartung muss das Referenzalter angepasst werden muss. Je lΓ€nger mit diesem Schritt zugewartet wird, desto hΓΆher ist der Preis, welcher vor allem die Jungen bezahlen mΓΌssen. FΓΌr eine Person ohne Nachkommen ist das weniger gravierend als fΓΌr VΓ€ter und MΓΌtter. Denn mit jedem zusΓ€tzlichen tatenlosen Jahr steigt die Gefahr, dass die eigenen Kinder noch lΓ€nger im Arbeitsprozess bleiben mΓΌssen.
Mit dieser Reform werden die Finanzsorgen der AHV nur fΓΌr eine sehr kurze Zeit entlastet. Insofern besteht die Chance, schon bald eine nachhaltige und auf 
StabilitΓ€t ausgerichtete Reform zu verabschieden. Bei transparenter, offener, klarer und einfacher AufklΓ€rung wird auch das Volk zustimmen.

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