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Oberwasser für Bootsversicherer

Boote sind so vielfältig wie ihre Eigner. Das Gleiche gilt für die Policen und die Klauseln entsprechender Versicherungen.

Matthias Niklowitz

Boot - Boote - Schiffchen
Der für Versicherer adressierbare Markt ist in der Schweiz mit rund 96’000 Booten in Privatbesitz attraktiv und vielfältig. Adobe Stock

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Nachdem bereits der Wintersturm «Petra» die Seepolizei auf dem Zürichsee beschäftigt hatte, gab es beim Sturm «Sabine» eine gute Woche später richtig viel zu tun: Rund 15 Mal mussten losgerissene Boote eingesammelt werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Und lediglich einige Schadenexperten mussten sich kleine Dellen und grössere Kratzer am Rümpfen sowie gerissene Ausrüstung der Takelage ansehen. Ansonsten: business as usual bei den Bootsversicherungen. «Bei Booten ergeben sich oft Kaskoschäden nach einem Sturm», sagt Giuseppe Nibali, Produktmanager Privatkunden Nichtleben bei der Baloise.

Viele Features, viele Besonderheiten

Etliche grössere Anbieter und einige kleinere Spezialisten teilen sich diesen Markt in der Schweiz auf. Historisch gesehen eine bemerkenswerte Entwicklung, da sich in der Schweiz als Binnenland keine Schifffahrtsversicherung entwickelt hat. Handel und Industrie waren indes auf Warentransporte mit Schiffen angewiesen, um entweder die Rohstoffe zu nahegelegenen Häfen und anschliessend über Land zu den Fabriken in der Schweiz zu bringen oder umgekehrt die Produkte in alle Welt zu exportieren. Schweizer Fabrikanten mussten deshalb im 19. Jahrhundert auf ausländische Adressen ausweichen, wenn sie ihre Fracht versichern wollten.

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