Swiss Re: Interner Preis für CO2-Emissionen liegt bei 100 Dollar
Der Versicherungskonzern Swiss Re will den eigenen CO2-Verbrauch über eine internen Abgabe senken. Die innerhalb des Unternehmens erhobene CO2-Abgabe werde per Anfang 2021 von derzeit 8 Dollar auf 100 Dollar pro Tonne Kohlendioxid erhöht, teilte Swiss Re am 15. September 20 mit.
Deutlich zurückfahren will der Rückversicherer unter anderem auch bei den CO2-Emissionen aus Flugreisen: Diese sollen im Jahr 2021 um 30 Prozent tiefer ausfallen als noch im Jahr 2018, heisst es weiter. Das bedeute, dass die derzeit verringerte Geschäftsreisen-Aktivität nicht mehr auf die Vor-Corona-Niveaus zurückkehre werde.
Swiss Re ist laut eigenen Angaben das erste multinationale Unternehmen mit einer CO2-Abgabe im dreistelligen Bereich. Bis 2030 soll die Abgabe gar auf 200 Dollar ansteigen. Mit der Abgabe würden die verbliebenen betrieblichen Emissionen durch "qualitativ hochstehende Projekte" zur CO2-Beseitigung kompensiert.
Laut Mitteilung hat sich Swiss Re auf ein Ziel von netto Null-Emissionen bis 2030 verpflichtet. Das heisse, dass alle nicht-vermeidbaren betrieblichen CO2-Emissionen durch "Negativemissionen" kompensiert werden müssen, bei denen CO2 aus der Atmosphäre entfernt und dauerhaft gelagert werden.