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Jahresauftakt 2025

Neue FΓΌhrung, neue Strategie: Swiss Life will die eigenen StΓ€rken stΓ€rken

Was haben sich Schweizer Versicherer fΓΌr 2025 vorgenommen? HZ Insurance hat nachgefragt. Swiss Life setzt den Schlusspunkt.

Bernd De Wall

Roman Stein, CEO Swiss Life Schweiz
Will mit Swiss Life Schweiz in allen GeschΓ€ftsfeldern wachsen: CEO Roman Stein. zVg

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Blick in den RΓΌckspiegel: Trotz zahlreicher FΓΌhrungswechsel ist KontinuitΓ€t angesagt

FΓΌhrungswechsel versetzen die Γ–ffentlichkeit und die Mitarbeitenden hΓ€ufig in Alarmstimmung: Warum wurde der alte CEO ausgewechselt, hat er nicht genΓΌgend performt? Oder war er sich mit dem Verwaltungsrat uneinig ΓΌber die kΓΌnftige strategische Ausrichtung des Unternehmens, wie es dann in den CommuniquΓ©s der Kommunikationsabteilungen meistens bewusst unverfΓ€nglich formuliert wird? Nichts dergleichen bei Swiss Life, die bewundernswert offen und transparent mit solchen Situationen umgeht, obwohl so viele CEO-Wechsel in einem Jahr bei einem erfolgreichen, internationalen Unternehmen schon sehr ungewΓΆhnlich sind.
Der Wechsel von Patrick Frost zu Matthias Aellig an der Konzernspitze wurde Ende 2023 frΓΌhzeitig und vΓΆllig unaufgeregt an einer eigens anberaumten Medienkonferenz mitgeteilt. Auf der dann eher beilΓ€ufig noch erwΓ€hnt wurde, dass die Leitung des DeutschlandgeschΓ€fts im Sommer 2024 von Dirk von der Crone ΓΌbernommen werden wΓΌrde. Aber auch im Schweizer Heimmarkt bahnte sich bereits ein Wechsel an, nachdem Swiss Life und CEO Markus Leibundgut selbst im Sommer 2023 - ebenso offen wie bei Patrick Frost ein paar Jahre zuvor - ΓΌber die schwere Krebserkrankung informierten.

Serie Jahresauftakt 2025

Insgesamt neun führende Schweizer Versicherungsgesellschaften haben an der Umfrage von HZ Insurance teilgenommen. Die BeitrÀge im Überblick:
Auf ihn folgte mit Roman Stein ebenfalls der CFO als interne LΓΆsung. ZunΓ€chst ad interim, und dann, als bekannt wurde, dass Leibundgut trotz Genesung nicht mehr zurΓΌckkehren wΓΌrde, ab MΓ€rz 2024 offiziell als CEO. Ebenso ein studierter Physiker wie Konzernchef Aellig. Das sind schon kuriose Parallelen. Nur am Rande bemerkt: Mit Sonja Sterki als neue CFO der Swiss Life Schweiz und Mitglied der GeschΓ€ftsleitung ist seit MΓ€rz 2024 eine Betriebswirtschafterin am Finanzruder.

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Physikern wird im Allgemeinen nachgesagt, dass sie sich durch analytisches Denken, Experimentierfreude, AbstraktionsvermΓΆgen und eine systematische Herangehensweise an Problemstellungen auszeichnen. Diese FΓ€higkeiten konnten sowohl Aellig als auch Stein gleich unter Beweis stellen, als die neue dreijΓ€hrige Strategieperiode Β«Swiss Life 2027Β» prΓ€sentiert wurde. Obwohl der Begriff Β«ProblemstellungΒ» in diesem Kontext falsch gewΓ€hlt wΓ€re, denn der mit Abstand grΓΆsste Lebensversicherer der Schweiz - wenn man ihn denn ΓΌberhaupt noch so nennen kann - will auf seinen StΓ€rken aufsetzen und hat sich ambitionierte Wachstumsziele gesetzt.
So sollen unter anderem das GebΓΌhrengeschΓ€ft weiter ausgebaut, eine Eigenkapitalrendite von 17 bis 19 Prozent erzielt und die Kundenbeziehungen vertieft werden. Β«Swiss Life Schweiz ist in einer ausgezeichneten Position, um diese Ziele zu erreichen: Die Nachfrage nach Finanz- und VorsorgelΓΆsungen steigt, und mit der stΓ€rksten Beratungsorganisation im Land kΓΆnnen wir diese wie kein anderer Anbieter bedienenΒ», zeigt sich Roman Stein selbstbewusst. Die schweizweit rund 2’500 Mitarbeitenden - davon rund 1’200 im Vertrieb - stimmt er mit Β«PassionΒ» auf die neuen Wachstumsziele ein.

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Besondere Highlights: AnlagegeschΓ€ft gestΓ€rkt, persΓΆnliche Beratung weiter ausgebaut

Swiss Life Schweiz konnte sich 2024 nach eigenen Angaben in einem dynamischen Marktumfeld als unangefochtene Schweizer MarkfΓΌhrerin fΓΌr umfassende Vorsorge- und FinanzlΓΆsungen behaupten. So erzielte sie in der Einzelversicherung beispielsweise mit dem Einmaleinlagen-Produkt Β«Swiss Life Capital PlanΒ» ein ΓΌberdurchschnittliches Wachstum. GestΓ€rkt wurde aber auch das AnlagegeschΓ€ft fΓΌr Private, fΓΌr das eigens ein neuer dedizierter GeschΓ€ftsbereich innerhalb von Swiss Life Schweiz geschaffen und in zusΓ€tzliche Kompetenzen und Ressourcen investiert wurde.
Die Vertriebsorganisation Β«Swiss Life Wealth ManagersΒ», mit der spezifisch das Affluent-Segment angesprochen werden soll, ist in mittlerweile acht Schweizer StΓ€dten mit eigenen Standorten prΓ€sent. Und in den Beratungsorganisationen Aussendienst, Swiss Life Select und Swiss Life Wealth Managers, konnten die Vertriebskraft ausgebaut und in den vergangenen drei Jahren insgesamt rund 200 neue Beraterinnen und Berater hinzugewonnen werden. Mit anderen Worten: Swiss Life strotzt derzeit vor Kraft.

Ausblick 2025: Volle Kraft voraus

Somit kann es mit der neuen Strategie, die auf der alten aufsetzt, nur heissen: Volle Kraft voraus. Β«Wir erwarten ein unverΓ€ndert anspruchsvolles Markt- und Konkurrenzumfeld, das wesentlich von der allgemeinen Wirtschaftslage, der Zinsentwicklung, der Regulierung, der zunehmenden Digitalisierung und des steigenden Bedarfs nach Beratung und Betreuung geprΓ€gt sein wirdΒ», betont Stein fast schon etwas zurΓΌckhaltend. Aber das Unternehmen hat sich in der Tiefzinsphase bereits vor Jahren fΓΌr viele EventualitΓ€ten gewappnet und das GeschΓ€ftsmodell umgestellt. Nun stehen vermehrt die StΓ€rkung des GebΓΌhren- und ImmobiliengeschΓ€fts, die Finanzberatung und das Assetmanagement im Fokus.

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Ein Rad in diesem Getriebe wird vermutlich immer funktionieren, ganz unabhΓ€ngig vom Markt- oder Zinsumfeld. Damit hat Swiss Life gute Aussichten, die hochgesteckten Ziele tatsΓ€chlich zu erreichen.
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