Die Schweizer Bevölkerung unterschätzt ihre grössten Gesundheitsrisiken deutlich. Das zeigt die neuste Studie des Sanitas Health Forecast 2026. Obwohl Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz zu den häufigsten und folgenreichsten Krankheiten zählen, beurteilt ein grosser Teil der Bevölkerung das eigene Erkrankungsrisiko als unterdurchschnittlich. Fachleute warnen vor einer gefährlichen Fehleinschätzung – gerade bei Krankheiten, bei denen Früherkennung und Lebensstil eine entscheidende Rolle spielen.
Besonders ausgeprägt ist die Fehleinschätzung bei Diabetes: 47 Prozent der Befragten halten ihr persönliches Risiko für unterdurchschnittlich und nur 16 Prozent gehen von einem erhöhten Risiko aus. Dabei liegt das Lebenszeitrisiko in Industrienationen bei bis zu 40 Prozent. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sieht sich mehr als ein Drittel der Bevölkerung als wenig gefährdet – obwohl diese mit über 20’000 Todesfällen die Todesursachenstatistiken anführen. Bei Krebs gehen ebenfalls nur rund 20 Prozent der Befragten von einem erhöhten Risiko aus. Tatsächlich erkrankt aber fast jede zweite Person im Laufe ihres Lebens daran. Gleichzeitig zeigen neue Forschungserkenntnisse, wie stark unser moderner Lebensstil die Entstehung vieler Krebsarten beeinflusst.