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Globale Amundi Studie

Altersvorsorge rückt global verstärkt in den Fokus

Persönliche Ersparnisse werden zur wichtigsten Quelle für erwartete Renteneinkünfte.

Private Ersparnisse werden zur wichtigsten Rentenquelle.
Private Ersparnisse werden zur wichtigsten Rentenquelle.imago images/CHROMORANGE

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Persönliche Ersparnisse und Investitionen sind inzwischen die bedeutendste erwartete Quelle für Renteneinkommen: Anleger erwarten, dass sie 42 % ihrer Altersvorsorge selbst finanzieren müssen – noch vor staatlichen Leistungen und Leistungen aus Betriebsrenten. In Asien ist dieser Wert noch höher: Dort erwarten Anleger, mehr als die Hälfte ihrer Alterseinkünfte aus privaten Ersparnissen und Investments bestreiten zu müssen. Dies zeigt die dritte Auflage der Studie «Decoding Investors» von Amundi, dem grössten europäische Vermögensverwalter.
Gleichzeitig nennen nur 36 % der Befragten die Altersvorsorge (34 % in Europa gegenüber 40 % in Asien) als Hauptmotivation für ihre Anlageentscheidungen – und von diesen sind lediglich 23 % sehr zuversichtlich, langfristige finanzielle Sicherheit erreichen zu können. 2025 waren dies noch 26 %. Das verdeutlicht eine deutliche Diskrepanz zwischen der Bedeutung, die Anleger dem Thema Rente beimessen, und ihrer Bereitschaft sowie ihrem Vertrauen, sie auch tatsächlich finanzieren zu können.
Professionelle Beratung wirkt sich erheblich darauf aus, wie sicher sich Anleger in Bezug auf ihre Altersvorsorge fühlen: So ist die Hälfte der Anleger, die Beratung in Anspruch genommen haben, sehr zuversichtlich, ihren Ruhestand finanzieren zu können, verglichen mit nur 14 % derjenigen, die noch nie Beratung in Anspruch genommen haben.

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Die Vertrauenslücke hält Sparer in Cash
Fast die Hälfte (43 %) der Sparer plant, innerhalb der nächsten zwölf Monate erstmals Geld am Kapitalmarkt anzulegen – ein Wert, der bei 21- bis 30-Jährigen auf 62 % steigt. 39 % werden jedoch von der Angst vor Verlusten zurückgehalten. Die Investitionsbereitschaft variiert stark je nach Land: dänische Sparer liegen vorn (79 %), gefolgt von Sparern in Singapur (73 %), während Belgier und Deutsche das geringste Interesse zeigen (24 %).
In der Praxis bedeutet das häufig, dass Menschen länger als nötig Cash halten, anstatt an den Kapitalmärkten aktiv zu werden: Für die Mehrheit (52 %) der Sparer genügt ein Betrag von weniger als sechs Monatseinkommen, um unerwartete Ausgaben aufzufangen. Die meisten halten jedoch deutlich mehr Bargeld vor.
Finanzkompetenz: Glaube vs. Realität
Über das Selbstvertrauen hinaus spielt auch die finanzielle Bildung eine entscheidende Rolle. Die Studie legt einen deutlichen Unterschied zwischen dem Selbstbild der Anleger und ihrem
tatsächlichen Finanzwissen offen: 70 % derjenigen, die sich als «Experten» bezeichnen, konnten drei grundlegende Fragen zur Finanzkompetenz nicht korrekt beantworten. Besonders ausgeprägt ist dieses an der Spitze der Vermögensskala. Wohlhabende Anleger zeigen sich zwar am selbstsichersten, wiesen aber die niedrigsten Finanzkenntnisse auf: Nur 36 % aus dieser Gruppe konnten alle drei Fragen zur Finanzkompetenz korrekt beantworteten. Gleichzeitig suchen sie jedoch auch am häufigsten professionellen Rat (87 %) – verglichen mit 58 % bei Privatanlegern mit weniger Vermögen.

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KI und soziale Medien sind auf dem Vormarsch
Innerhalb von nur einem Jahr vervierfachte sich die Zahl der Anleger, die KI-Assistenten regelmässige als Quelle für Anlageideen und -informationen nutzen, auf 19 %. Besonders bemerkenswert: Sieben von zehn Anlegern haben KI bereits genutzt, um Anlageentscheidungen zu treffen. Mehr als die Hälfte von ihnen (59 %) hat die Empfehlungen auch umgesetzt, und fast alle (90 %) zeigen sich mit dem Ergebnis zufrieden.
Auch die sozialen Medien gewinnen an Bedeutung: Fast jeder zweite Investor (46 %) informiert sich über Influencer zu Anlagethemen. Besonders verbreitet ist dies in Indien (68 %) und Brasilien (65 %), während die Anleger in europäischen Ländern wie Frankreich (28 %), Spanien (37 %) und Deutschland (40 %) zurückhaltender sind.
Diese neuen Informationsquellen ersetzen keine professionelle Beratung, sondern ergänzen sie, indem sie Anlegern helfen, Ideen einzuordnen und Empfehlungen zu hinterfragen. Mehr als 60 %
der Anleger haben Zugang zu zumindest teilweise professioneller Finanzberatung, die zunehmend digital bereitgestellt wird. 59 % der Befragten erhalten ihre Beratung heute ganz oder teilweise online. (pd/hzi/pg)

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