Im Gegensatz zu grossen Naturgefahren wie Erdbeben oder Hurrikans gelten Secondary Perils - wie zum Beispiel Überschwemmungen nach einem Hurrikan - oft als weniger schwerwiegend. Dennoch sind sie für Unternehmen äusserst gefährlich. Häufig treten diese Ereignisse als Folge anderer Wetterphänomene auf oder entwickeln sich aus scheinbar harmlosen Ausgangslagen. Ein lokales Starkregenereignis etwa kann nach einer längeren Trockenperiode zu plötzlichen Überschwemmungen führen. Auch Hagel, Stürme, Erdrutsche oder Waldbrände zählen zu Secondary Perils.
Was viele Unternehmen übersehen: Secondary Perils treten regional gehäuft auf und sind dennoch schwerer kalkulierbar. Gerade für Produktionsstandorte, kritische Infrastrukturen wie Energieversorgung, Logistik oder sensible Elektronik beinhaltet das ein oft unterschätztes Risiko. Besonders Versorgungsleitungen, IT-Infrastruktur und Lieferketten sind häufig betroffen, werden aber in betrieblichen Risikoanalysen vielfach übersehen.