Mit dem automatisierten Schadenabwicklungsprozess will die Axa den Kunden ein herausragendes Erlebnis bieten. Die Resonanz extern und intern ist positiv.
Sandra Escher Clauss
Ein Blechschaden ist schnell passiert β dessen Abwicklung dank Automatisierung auch.Getty Images/EyeEm
So tragisch, Γ€rgerlich oder mΓΌhsam ein Schaden fΓΌr das Individuum ist β fΓΌr Versicherer sind dessen Abwicklung und die damit verbundene Kundenerfahrung SchlΓΌsselmomente in ihrem GeschΓ€ft. Kaum ein anderer Faktor hat so grossen Einfluss auf die LoyalitΓ€t der Versicherungsnehmenden wie die UnterstΓΌtzung bei SchΓ€den und deren Regulierung.
Eines ist im Schadenfall sicher: Der oder die GeschΓ€digte hat keine Lust darauf, sich kompliziert und langfΓ€dig mit der Versicherung herumzuschlagen. Aus diesem Grund ist es noch wichtiger als sonst, dass der Kunde und seine BedΓΌrfnisse beim Abwicklungsprozess im Mittelpunkt stehen. Wer im Fall der FΓ€lle schnell und professionell agiert, stΓ€rkt nicht nur die Kundenbindung, sondern erhΓΆht auch die Weiterempfehlungsbereitschaft.
Zusatznutzen fΓΌr die Kunden
Β«Mit der Digitalisierung ist es heute einfacher mΓΆglich, ein herausragendes Kundenerlebnis zu generierenΒ», ist Delphine Tschanz, Digitalisierungsverantwortliche im Ressort Customer Operations bei der Axa, ΓΌberzeugt. In den vergangenen vier Jahren hat die Axa deshalb eine digitale LΓΆsung entwickelt, die die Schadenabwicklung innert weniger Minuten erlaubt.
Β«Durch die Beantwortung weniger Fragen erhalten unsere Motorfahrzeug-Versicherungskundinnen und -kunden alle nΓΆtigen Informationen.Β» Dazu zΓ€hlt nicht nur die DeckungsprΓΌfung, sondern auch die HΓΆhe eines mΓΆglichen Selbstbehalts und die Information ΓΌber Axa-Partnergaragen in der NΓ€he des Kunden, die die Reparatur des beschΓ€digten Fahrzeuges ΓΌbernehmen kΓΆnnten. Parallel dazu werden auch involvierte Partner wie die Garagen automatisch informiert sowie KostenvoranschlΓ€ge und Rechnungen automatisch geprΓΌft und freigegeben.
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Omnichannel-Ansatz im Zentrum
Bis die DeckungsprΓΌfung abgeschlossen ist, dauert es gemΓ€ss Delphine Tschanz in den meisten FΓ€llen nur wenige Minuten. Sollte der Deckungsentscheid durch das System negativ ausfallen, taucht auf dem Bildschirm die Nachricht Β«Wir brauchen noch weitere Informationen und werden Sie kontaktierenΒ» auf. Danach erhΓ€lt der Kunde oder die Kundin eine E-Mail oder einen Anruf. Der gesamte Prozess lΓ€uft vollautomatisch, falls auf Kundenseite jedoch das BedΓΌrfnis nach einem GesprΓ€ch auftauchen sollte, ist ein solches weiterhin mΓΆglich. Auch bei komplexen SchadenfΓ€llen kommt es weiterhin zu einem telefonischen Austausch. Β«Der Omnichannel-Ansatz ist zentral fΓΌr die Kundenzufriedenheit. Die Automatisierung ermΓΆglicht uns einen beachtlichen Zeitgewinn, den wir situativ in die persΓΆnliche Kundenbetreuung investieren kΓΆnnenΒ», betont Delphine Tschanz.
Datengrundlage als Knackpunkt
Hinter dem leicht verstΓ€ndlichen und intuitiv anwendbaren Tool steckt viel Arbeit. Β«Wir wΓ€hlten bewusst den iterativen Ansatz und haben die Kunden von Anfang an in diese Entwicklung miteinbezogen.Β»
Bei mehreren 100β000 SchadenfΓ€llen jΓ€hrlich alleine in der Motorfahrzeugversicherung ist zudem eine gute Datengrundlage essenziell fΓΌr eine rasche Bearbeitung. Denn die unterschiedliche KomplexitΓ€t der FΓ€lle ist fΓΌr die Entwicklung der kΓΌnstlichen Intelligenz eine Herausforderung. Eine weitere Schwierigkeit sei es zudem, die bestehenden IT-Systeme zu modernisieren und gleichzeitig die neue LΓΆsung zu entwickeln und integrieren. Β«Die unterschiedliche Geschwindigkeit dieser beiden Aufgaben stellt eine grosse Herausforderung dar.Β»
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Sowohl bei den Kunden wie auch bei den Mitarbeitenden der Schadenabteilung stΓΆsst die neue LΓΆsung auf positive Resonanz. In den kommenden Monaten sollen daher weitere Services hinzukommen und der Ansatz fΓΌr andere Versicherungsprodukte angewendet werden. Dadurch werden die intelligente DeckungsprΓΌfung und weitere Prozessschritte laufend weiterentwickelt, so Delphine Tschanz.