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Schwächen in Methodik

Der Inter-Pension-Geschäftsführer zerpflückt die VZ-Studie

Nico Fiore vom Verband Inter-Pension kritisiert die Methodik der jüngsten VZ-Studie. Und er ärgert sich über die realitätsfernen Fallbeispiele.

Andrea Hohendahl

Inter-Pension-Geschäftsführer Nico Fiore.
Lässt am VZ-Pensionierungsbarometer kein gutes Haar: Inter-Pension-Geschäftsführer Nico Fiore. zVg

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Herr Fiore, die VZ-Studie «Pensionierungsbarometer» rechnet beim Erwartungsindex mit einem 55-jährigen Mann, 120’000 Franken Einkommen und fixen Annahmen. Wie realistisch ist dieses Modell für die sehr heterogene Versichertengemeinschaft?

Modellberechnungen stehen und fallen mit ihren Grundlagen. Die Versicherten in der Schweiz unterscheiden sich stark in Alter, Einkommen, Beitragsdauer und Vorsorgeplänen. Es bietet sich deshalb an, bei solchen Analysen mehrere Modellhaushalte mit unterschiedlichen Profilen abzubilden. Laut BFS beträgt das Medianalter rund 43 Jahre, das mediane Bruttojahreseinkommen lag 2023 bei rund 84’500 Franken – beides weit entfernt von den hier erwähnten Parametern.
Was ausserdem auffällt: Es wird zwischen 2002 und 2025 ein unveränderter Vorsorgeplan untersucht, obwohl bekannt ist, dass viele Pensionskassenpläne aufgrund der sinkenden Umwandlungssätze hinsichtlich der Sparbeiträge grosszügiger ausgestaltet wurden. Entsprechend ist die angegebene, durchschnittliche Reduktion einer erwarteten Rente meiner Ansicht nach nicht korrekt.

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