Jeden Monat leisten Arbeitnehmende und Arbeitgebende namhafte Beiträge an die 2. Säule. Dabei spart in einem kapitalgedeckten Vorsorgesystem jeder sein persönliches Alterskapital an, um im Alter seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. In der Schweiz beläuft sich das angesparte Kapital in der 2. Säule auf 876 Milliarden Franken, was ungefähr dem 1,3-Fachen des Bruttoinlandprodukts entspricht. Macht ein kapitalgedecktes Vorsorgesystem gesamtwirtschaftlich überhaupt Sinn, oder sparen wir zu viel? Ist das System aus makroökonomischer Sicht effizient, oder sitzen wir bereits auf einem zu grossen Kapitalstock? Diese Frage ist eng verbunden mit der Frage, wo das angesparte Kapital investiert wird. Aufgrund des Sicherheitsgedankens, der im Vorsorgesystem tief verwurzelt ist, wird das Kapital von den Pensionskassen relativ konservativ angelegt, was die Frage aufwirft, ob diese Anlagepolitik die Produktivität und die Innovationskraft der Wirtschaft lähmt.