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Nervöse Sammelstiftungen, besonnene Pensionskassen

Asset Manager verzeichnen hohe Zuflüsse bei ETF. Auch institutionelle Anleger sollen vermehrt kaufen.

Matthias Niklowitz

Vermoegensverwaltung Geld Anlegen
Als das nächste grössere Thema nach dem passiven Anlegen gelten im Asset Management nachhaltige Anlagen. Getty Images

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Turbulente Zeiten sind meist auch gute Zeiten – zumindest für Asset-Management-Firmen, die Fonds und ETF handeln und verkaufen. Vanguard, einer der grössten Asset Manager weltweit, meldete für den April hohe Zuflüsse. Alleine in der Woche nach Ostern verzeichnete man bei den eigenen europäischen ETF Zuflüsse von 2,7 Milliarden Dollar. Am beliebtesten waren Obligationen-ETF, gefolgt von Rohstoff-ETF und Aktien-ETF.
Dabei gibt es diese ETF in Europa erst seit 20 Jahren. Zu den immer wichtiger werdenden Käufern solcher Produkte zählen auch Vorsorgeeinrichtungen wie Pensionskassen. Diese Pensionskassen hätten in der jüngsten Krise besonnen reagiert, sagt Mirjam Staub-Bisang, Länderchefin des US-Asset-Managers Blackrock in der Schweiz: «Pensionkassen verhalten sich in volatilen Märkten in der Regel disziplinierter als Privatinvestoren und ihre Anlageverantwortlichen lassen sich nicht so rasch aus der Ruhe bringen.» Damit seien sie sehr gut gefahren. Im Gegensatz dazu mussten Sammelstiftungen reagieren. «Viele Sammelstiftungen mussten vorsichtiger sein und Bargeld halten, um im Konkurs einzelner KMU die Altersguthaben der Versicherten auszahlen zu können», so Staub-Bisang. Branchen, die beispielsweise mit Reisen, Handel und Gastronomie zu tun haben, seien deutlich stärker unter Druck gekommen als andere Branchen.

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