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Digitale Ökosysteme schaffen neue Probleme

Digitale Ökosysteme gelten als praktikable Lösung in der digitalen Wirtschaft. Doch sie haben auch unerwünschte Nebenwirkungen.

Matthias Niklowitz

Digitalisierung Ökosysteme Innovation
Schweizer Versicherer sind beim Aufbau digitaler Ökosysteme mutig vorangegangen. Adobe Stock

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Seit knapp 20 Jahren gibt es das Konzept der «digitalen Ökosysteme», aber erst seit 2015 sind sie bei Versicherungen, Banken und weiteren Unternehmen aus der digitalen Wirtschaft richtig populär geworden: Diese Form offener, flexibler und anpassungsfähiger Netzwerke, bei denen man sich konzeptionell von der Natur inspirieren lässt, gilt als Antwort gleich für mehrere Herausforderungen. So zeigt sich, dass grosse Finanzdienstleister wie Versicherungen und Banken überaus schwerfällig sind, wenn es um rasches, flexibles Verändern von Prozessen und Verfahren geht. Dann zeigte sich, dass die Fintechs nicht so schnell wie gedacht zu vollwertigen Herausforderern der etablierten Finanzdienstleister werden würden. Anstelle der Alternativen, der Revolutionen, treten dann Kooperationen. Schliesslich sind in den vergangenen Jahren die Big-Tech-Unternehmen wie Amazon, Apple, Facebook, Google, AliBaba und Tencent in unterschiedliche Bereiche der Finanzdienstleistungen vorgestossen: Hier gibt es Policen und Kredite wie bei einer Versicherung oder einer Bank, aber alles viel eleganter, tief in die Prozesse eingewoben. Gegen diese Titanen alleine zu bestehen, haben die hiesigen Finanzdienstleister, selbst die grössten, kaum eine Chance. Die pragmatische Antwort lautet deshalb: Ein digitales Ökosystem bauen.

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