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Ausblick 2023

Munich Re: Wirtschaft verkraftet Risikolage besser als erwartet

Michael Menhart, Chefvolkswirt bei Munich Re, sagt fΓΌr 2023 ein geringes Wachstum, anhaltend hohe Inflation und geopolitische Risiken voraus.

Michael Menhart, Chefvolkswirt Munich Re
Michael Menhart, Chefvolkswirt Munich ReZVG Munich Re

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Hohe Inflation und geringes Wachstum werden die Weltwirtschaft im Jahr 2023 voraussichtlich prΓ€gen. Allerdings wird sie die Folgen des Ukraine-Kriegs, starke Preissteigerungen und hΓΆhere Zinsen besser verkraften als zunΓ€chst erwartet. Das steht im Wirtschaftsausblick von Munich Re fΓΌr 2023 nachzulesen.

Β«Inflation, hΓΆhere ZinssΓ€tze, staatliche Eingriffe und geopolitische Risiken prΓ€gen die Aussichten. Positiv zu vermerken ist, dass die Prognosen nicht so dΓΌster aussehen, wie viele noch vor einem halben Jahr erwartet hatten.Β»

Michael Menhart, Chefvolkswirt der MΓΌnchner RΓΌck
Der Chefvolkswirt der MΓΌnchner RΓΌck, Michael Menhart, kommentiert dazu: Β«Die Weltwirtschaft ist anders als in der Zeit vor Covid und vor dem Krieg, und das wird wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben. Inflation, hΓΆhere ZinssΓ€tze, staatliche Eingriffe und geopolitische Risiken prΓ€gen die Aussichten. Positiv zu vermerken ist, dass die Prognosen nicht so dΓΌster aussehen, wie viele noch vor einem halben Jahr erwartet hatten.Β»

Stimmung hat sich verbessert

Verschiedene Wirtschaftsindikatoren deuten darauf hin, dass das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr relativ gering ausfallen wird, schΓ€tzen die Experten von Munich Re. Allerdings haben sich sowohl die allgemeine Stimmung als auch die verΓΆffentlichten Wirtschaftsdaten in den letzten Wochen etwas verbessert.
DarΓΌber hinaus dΓΌrften relativ robuste ArbeitsmΓ€rkte verhindern, dass die Wirtschaft in eine echte Rezession abrutscht. Das reale Wachstum in den USA und der Eurozone kΓΆnnte dann bis 2024 wieder auf ΓΌber 1 Prozent ansteigen, so die Experten.

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Vor allem in den IndustrielΓ€ndern belasten dem Bericht zufolge die hohe Inflation und die sinkenden Realeinkommen die Nachfrage nach KonsumgΓΌtern spΓΌrbar. Zudem komme die starke Erholung des Konsums nach der durch Covid-19 ausgelΓΆsten Rezession im Jahr 2020 nun zum Stillstand. Bei den Unternehmen erschweren ungΓΌnstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund hΓΆherer Zinsen die InvestitionstΓ€tigkeit. Die Experten von Munich Re kommen daher zu dem Schluss, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 fast ausschliesslich von den SchwellenlΓ€ndern getragen werden wird.

Preisanstieg hΓ€lt voraussichtlich an

Laut Munich Re ist zu erwarten, dass der Preisanstieg auch 2024 noch deutlich ΓΌber den Zielvorgaben der grossen Zentralbanken liegen wird.
Anhaltend hohe Inflation und wirtschaftliche Stagnation stellen die Zentralbanken vor ein GlaubwΓΌrdigkeitsdilemma. Zwei Faktoren seien entscheidend, so Munich Re: Erstens, ob die Zentralbanken bereit sind, die Zinsen gegebenenfalls weiter anzuheben. Und zweitens, ob es ihnen gelingt, die Inflation zu bekΓ€mpfen, ohne eine Rezession auszulΓΆsen.
Menhart sagte: "Die Inflation bleibt eine Herausforderung. WΓ€hrend die Gesamtinflationszahlen rΓΌcklΓ€ufig sind, ist der zugrunde liegende Inflationsdruck in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiterhin hoch. Wir gehen jetzt davon aus, dass die Inflation bis weit in das Jahr 2024 ΓΌber den Zielen der Zentralbanken liegen wird.

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Erhebliche Risiken erwartet

Dieser Ausblick wird von erheblichen Risiken beeinflusst, zu denen insbesondere eine weitere Eskalation des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine mit erneuten Preisschocks bei Energie und Rohstoffen, eine mΓΆgliche Rezession als Folge zu starker ZinserhΓΆhungen der Zentralbanken oder eine anhaltende unkontrollierte Covid-19-Welle in China gehΓΆren. (pm/hzi/mig)

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