Der seit sechs Jahren anhaltende Aufwärtstrend bei den Preisen für Rückversicherungsschutz dürfte sich nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's in diesem Jahr zumindest verlangsamen. «Wir erwarten, dass die Preise im April und Juli fest bleiben», wenn die meisten Verträge mit den Erstversicherern für Japan und die USA ausgehandelt werden, hiess es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.
Aber die Januar-Erneuerungsrunde habe gezeigt, dass die Preise nicht mehr so stark stiegen wie zuletzt - auch, weil Rückversicherer und Risikokapitalgeber angesichts der attraktiven Renditen mehr Kapazität zur Verfügung stellten. Münchener Rück, Swiss Re und Hannover Rück gehören zu den grössten Rückversicherern weltweit.
Mehr als 100 Milliarden Dollar für Naturkatastrophen
Laut Gallagher Re sind die Preise für schadenfreie Katastrophen-Rückversicherungsverträge in Europa zur Januar-Erneuerung um fünf bis zehn Prozent gestiegen, in den USA um null bis zehn Prozent. Absicherungen gegen Terror und politische Gewalt wurden fünf bis zehn Prozent teurer, Cyber-Schutz sei dagegen um bis zu 20 Prozent billiger geworden. Dem Makler Guy Carpenter zufolge liegen die Preise für Naturkatastrophen-Policen in den USA bei mehr als dem Doppelten des Niveaus von 2017.