In unserem letzten Beitrag dieser dreiteiligen Mini-Serie zu Β«Herausforderung BlockchainΒ» wurde bereits skizziert, dass sich die Schweizer Versicherungslandkarte zweiteilt. Wo indes Gemeinsamkeit liegen und welche nΓ€chsten Entwicklungsschritte fΓΌr die gesamte Versicherungsindustrie notwendig sind, damit Blockchain mehr als ein Effizienz-Case wird, soll in diesem letzten Beitrag zur Serie diskutiert werden.
Heute finden sich bei kleineren und mittelgrossen Versicherungen Projekte, die Schnittstellen zu neuen Industrien abdecken. Die Versicherung ist dabei oft der einzige Industrievertreter und versucht, ΓΌber Cross-Industry Working Groups ein Γkosystem an angrenzenden Partner zu schaffen. Hierzu gehΓΆrt beispielsweise Adresta, ein aus der Helvetia ausgegrΓΌndetes Startup zu Luxusuhren-Tracking. Industriespezifische AnsΓ€tze werden dabei eher von marktstarken Versicherungen verfolgt, wo ein aktuelles KerngeschΓ€ft ΓΌber die Blockchain abgebildet und verbessert werden soll β als Beispiel haben wir mehrmals in der Serie schon auf das B3i-Konsortium in ZΓΌrich verwiesen. Vertreter der mittelgrossen Versicherungen deuten auch eine gewisse AbhΓ€ngigkeit von der GrΓΆsse und vom Budget einer Versicherung an. Bei marktfΓΌhrenden Versicherungen sollen Blockchain-Initiativen die eigene Marktposition stΓ€rken und damit insbesondere eine Vorreiterrolle im KerngeschΓ€ft ΓΌbernehmen. Somit steht der Aufbau von Partnerschaften von Beginn an im Fokus. Bei mittelgrossen und kleinen Versicherungen ist indes die Besetzung von speziellen NischenmΓ€rkten zentral.