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Neue Tarifstruktur

Parlament will psychiatrische Betreuung von Kindern sichern

Das Parlament will die psychiatrische Betreuung von Kindern und Jugendlichen sicherstellen - gegen den Willen des Bundesrats.

Die Mehrheit im Parlament sieht dringlichen Handlungsbedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Die Mehrheit im Parlament sieht dringlichen Handlungsbedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Unsplash

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Der StΓ€nderat hat als Zweitrat eine entsprechende Motion der Kommission fΓΌr soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) gutgeheissen. Die Zustimmung in der Kleinen Kammer erfolgte mit 35 zu 6 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Der Nationalrat hatte den Vorstoss im Juni letzten Jahres mit 127 zu 64 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen.

Bundesrat muss neue Tarifstruktur schaffen

Der Bundesrat muss nun gegen seinen Willen eine nationale Tarifstruktur schaffen, welche zu kostendeckenden Tarifen in der spital-ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie fΓΌhrt. Die verlangten Massnahmen seien in der geforderten Form durch den Bundesrat nicht umsetzbar. Auch liege die Tarifgestaltung in der primΓ€ren Verantwortung der Tarifpartner, also der Versicherer und Leistungserbringer.
Die Mehrheit im Parlament sieht dringlichen Handlungsbedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Versorgung sei in vielen Landesteilen nicht sichergestellt und die Wartezeiten seien lang. Zudem bestΓΌnden Probleme mit der Finanzierung der Leistungen.

Solothurner Standesinitiative abgelehnt

Eine Standesinitiative des Kantons Solothurn forderte dasselbe wie die Motion, jedoch zusÀtzlich auch, dass der Bund eine Ausbildungsoffensive für Fachpersonen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie lanciert und finanziert. Dies im Zusammenhang mit der noch stÀrkeren Überlastung des Fachbereichs in Folge der Covid-19-Pandemie. Die grosse Kammer lehnte die Standesinitiative jedoch diskussionslos ab, weil zentrale Anliegen der Initiative von der Motion aufgenommen werden. (awp/hzi/pg)

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