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Spezial Lebensversicherung

Vom Genossenschaftsmodell zur globalen Finanzmacht

Lebensversicherungen in der Schweiz spiegeln den gesellschaftlichen Wandel, aber auch wirtschaftliche Krisen und das Gewicht des Finanzplatzes.

Andrea Hohendahl

Lebensversicherung
Lebensversicherungen sind ein riesiger Markt, doch die Gesamtprämien sind rückläufig. imago/Rainer Unkel / RMS Visuals / Midjourney

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Am 21. November 1857 wurde in Zürich die Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt gegründet. Initiator war der Thurgauer Anwalt Conrad Widmer, unterstützt von der damaligen Zürcher Kreditanstalt (und der inzwischen untergegangenen Credit Suisse). Widmer leitete das Unternehmen bis 1892 und prägte es nachhaltig. Die Gründung verfolgte das Ziel, Familienangehörige gegen die Wechselfälle des Lebens abzusichern – ein klarer Ausdruck des genossenschaftlichen Gedankens und des sozialen Engagements.
Bereits 1866 expandierte die Rentenanstalt nach Preussen, und 1867 folgten Niederlassungen in Hamburg und Bremen. Bis 1894 wuchs das Vermögen auf damals stattliche 20 Millionen Franken, was eine Ablösung von der Kreditanstalt ermöglichte – damit konnten sämtliche Rechnungsüberschüsse den Versicherten zugutekommen, wie diverse Quellen übereinstimmend berichten.

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