Schwere Gewitter zeichnen sich durch starke Winde bis hin zu Tornados sowie Hagel und Starkregen aus. Weltweit verursachten sie im ersten Halbjahr 2024 versicherte Schäden in Höhe von insgesamt 42 Milliarden Dollar. In den USA verursachten 12 Stürme Schäden von jeweils mindestens 2 Milliarde Dollar. Das zeigt das Schadenpotenzial dieser Naturgefahr. Laut der Swiss Re Institute sigma 1/2024-Studie sind die versicherten Schäden durch schwere Gewitter in den USA seit 2008 nominal jährlich um rund 8 Prozent gestiegen.
Insgesamt 14 Prozent der versicherten Schäden entstanden in den ersten sechs Monaten durch Überschwemmungen, die vor allem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Deutschland und Brasilien überdurchschnittliche Schäden verursachten. Im April verursachten schwere Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen auf der Arabischen Halbinsel Sturzfluten, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten beispiellosen Schaden anrichteten. Die versicherten Schäden dürften sich Branchenschätzungen zufolge auf mindestens 2 Milliarden Dollar belaufen. Damit wäre dies die bisher teuerste Naturkatastrophe in dem Land. Mit Starkregen ist bei wärmerem Klima häufiger zu rechnen, und das Ausmass der Schäden wird durch schnelles Wachstum der Städte, veränderte Flächennutzung, mangelnde Entwässerungssysteme und trockene Böden verstärkt, so Swiss Re. (pd/hzi/bdw)