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Digitalisierung

Krankenversicherer: Onboarding per Mausklick

Die Krankenkassen CSS, Helsana, Swica, Concordia, Visana und Sanitas legen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Kundeninteraktion.

Matthias Niklowitz

Computer-Maus
Ob per App oder Mausklick: Immer mehr Krankenversicherer bieten AbschlΓΌsse von VertrΓ€gen auch in digitaler Form an. Adobe Stock

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Β«Die Digitalisierung bei schweizerischen Krankenkassen gewinnt dieses Jahr an FahrtΒ», heisst es in einer kΓΌrzlich verΓΆffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Columbus Consulting. CSS und Helsana sind dieser Umfrage zufolge zwei Anbieter, die Β«stark im KommenΒ» sind. Die Digitalisierung sei das Wettbewerbsfeld, in dem die MarktfΓΌhrer jetzt konkurrenzieren. Hier dominieren die grossem Krankenversicherer, fΓΌr die die digitale Kundenbeziehung immer wichtiger werde, weil sie die Interaktion stark vereinfachen kΓΆnne.

Online-Abschluss ist Standard

Es entsteht gemΓ€ss der Studie zunehmend eine Reihe von neuen Anbietern, die sich auf personalisierte Produkte und Dienstleistungen konzentriert. Beispiele sind Startups wie Oscar Health, Devoted Health und Uber Health. Auch muss man die grossen Tech-Unternehmen auf dem Schirm haben. Denn Amazon Care, Apple Health oder Google Health nΓ€hern sich dem Thema Gesundheit auf anderen, sehr innovativen Wegen. VerschΓ€rft wird das Wettbewerbsumfeld kΓΌnftig zusΓ€tzlich durch digitale Versicherer wie Wefox, Echtzeit-Versicherer wie Zego und die neuen Konkurrenten aus angrenzenden Gebieten wie Revolut im mobilen Banking.

Vereinfachte Angebote = profitable Produkte

Die Wirkung solcher neuen Anbieter entfaltet sich weniger ΓΌber ihre Marktanteile und MarketingprΓ€senz als vielmehr ΓΌber ihre Kombination von Daten und Analyse ΓΌber kΓΌnstliche Intelligenz. Dadurch kΓΆnnten diese Firmen mit stark vereinfachten Angeboten erhebliche Marktanteile bei hoch profitablen Produkten erreichen. Und solche Angebote verschieben auch die Erwartungen der Kundinnen und Kunden: Sie kΓΆnnen dann Versicherungsleistungen so einfach kaufen, wie sie das von E-Commerce oder Online-Reisebuchungen her kennen. Wobei: Bereits beim Kaufen von Policen unterscheiden sich die Krankenkassen.

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Noch geht nicht alles online

Β«Zurzeit kann die obligatorische Grundversicherung online abgeschlossen werdenΒ», sagt Swica-Sprecherin Carmen Hunkeler. Β«Es ist geplant, dass zukΓΌnftig auch Zusatzversicherungen direkt online abgeschlossen werden kΓΆnnen.Β» Γ„hnlich klingt es bei Concordia: Β«Ein Online-Abschluss unserer Grund- und Zusatzversicherungen im Bereich Krankenversicherung ist mΓΆglich, inklusive GesundheitsdeklarationΒ», bestΓ€tigt Concordia-Sprecher Manuel Bamert. Andere Anbieter wie CSS haben ein hybrides Vorgehen installiert: Β«Je nach Zusatzversicherung und Gesundheitsdeklaration findet vor der Policierung noch eine manuelle PrΓΌfung stattΒ», sagt Unternehmenssprecherin Christina Wettstein.

Individuelle Angebote selbst zusammenstellen

Andere sehen den Einstieg gleich als Chance fΓΌr eine Ausdifferenzierung an. «Über unseren PrΓ€mienrechner auf der Helsana-Startseite kΓΆnnen Grund- und Zusatzversicherungen auch fΓΌr mehrere Personen gemeinsam individuell zusammengestellt und auch beantragt werdenΒ», sagt Helsana-Sprecher Can Arikan. Β«Dies beinhaltet auch die digitale Übermittlung der Gesundheitsdeklaration fΓΌr Zusatzversicherungsprodukte.Β» Auch bei Visana kann sich der Kunde ΓΌber die Website mit der Eingabe relevanter Daten ein Angebot anzeigen und sich das per E-Mail zustellen lassen oder gleich online abschliessen, erklΓ€rt Visana-Sprecher FranΓ§ois Furer. Β«Dabei kann er wΓ€hlen, ob nach seinen Angaben gemΓ€ss β€ΉBest Offerβ€Ί angeboten werden soll, oder ob er sich das Angebot anhand seiner BedΓΌrfnisse selbst zusammenstellen mΓΆchte.Β» Christian Kuhn, Sprecher bei Sanitas, erklΓ€rt: Β«SelbstverstΓ€ndlich kann man im Sanitas-Online-PrΓ€mienrechner sowohl eine Grundversicherung als auch Zusatzversicherungen inklusive GesundheitsprΓΌfung online abschliessenΒ»

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