Skandale um japanische Versicherer verschärfen sich
Skandale bei Firmen wie Dai-ichi und Sumitomo Life zeigen gravierende Missstände.
Blick auf Tokio: Die Politik versucht, die Haushalte dazu zu bewegen, angesichts der alternden Bevölkerung mehr zu investieren statt zu sparen. IMAGO/ingimage
Die japanische Versicherungsbranche wird von einer Reihe von Skandalen erschüttert, die die laxe Aufsicht der Unternehmen über ihre Mitarbeitenden offenbaren. Dai-ichi Life ist das jüngste Unternehmen, das Fehlverhalten aufgedeckt hat. Es schliesst sich den drei anderen grössten Lebensversicherern Japans an, darunter Sumitomo Life Insurance, die zuletzt zugeben mussten, dass Mitarbeiter, die an Finanzunternehmen abgeordnet wurden, um deren Versicherungen zu verkaufen, Daten missbräuchlich verwendet haben. Dai-ichi erklärte nun, bis August 2024 hätten 64 abgeordnete Mitarbeiter ohne Genehmigung mehr als 1000 Daten abgerufen.
Anfang dieses Monats hatte Prudential Financial den Verkauf neuer Lebensversicherungen in Japan für 90 Tage ausgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass Mitarbeitender unzulässige Verkaufspraktiken angewendet hatten.