Wer haftet, wenn KI versagt und immensen Schaden verursacht?
Um eine Haftungslücke bei Agentic AI zu verhindern, brauche es innovative Ideen der Versicherer, sagen Thomas Zwack und Oliver Wachsmuth.
Andreas Minor
Die Brücke in die Zukunft jetzt bauen: Agentic AI, also selbstagierende künstliche Intelligenz, schafft Haftungslücken. Um die drohende Responsibility-Gap zu schliessen, braucht es innovative Rezepte der Assekuranz. Chris K.
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) wirft Fragen bezüglich möglicher Diskriminierung, Haftung und vielem mehr auf. Wo stehen wir momentan?
Thomas Zwack: Hier vielleicht zunächst ein sehr einfaches und typisches Beispiel dazu: Auf Basis grosser Datenmengen können Versicherer zum Beispiel Entscheidungen darüber treffen, ob eine Schadenzahlung abgelehnt wird. Es gibt eine Vielzahl von Arten, um KI zu trainieren – etwa durch regelbasierte Modelle oder auch durch Deep Learning. Letztgenanntes lässt eine Entscheidung deutlich schwerer nachvollziehen. Wir haben in diesem Zusammenhang auch eine Vielzahl von Gesprächen mit den Aufsichtsbehörden geführt.