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Erdbebenversicherung

Β«Wo der private Markt funktioniert, sollte der Staat nicht unnΓΆtig eingreifenΒ»

Auch der Schweizerische Versicherungsverband taxiert den aktuellen Entwurf einer Erdbebenversicherung als untauglich.

Andreas Minor

Jean-Philippe Moser, stellvertretender Direktor Schweizerischer Versicherungsverband SVV
Jean-Philippe Moser vom Schweizerischen Versicherungsverband SVV kritisiert den auf dem Tisch liegenden Vorschlag einer Erdbebenversicherung fΓΌr die Schweiz scharf. Andreas Minor

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In der Schweiz bebt die Erde praktisch jeden Tag. Wir merken das aber schlicht nicht, weil es so schwache StΓΆsse sind. Das letzte schwere Beben ereignete sich im Jahr 1356, vor bald 700 Jahren also, in Basel. Kann man dieses Risiko ignorieren, wenn es so selten ist?

Nein, das wΓ€re ein Fehlschluss. Katastrophale Erdbeben sind zwar selten, aber sie haben eine statistische Wiederkehrperiode von etwa 500 Jahren. Und sie gehΓΆren gemΓ€ss den Risikoanalysen des Bundesamts fΓΌr BevΓΆlkerungsschutz zu den Hauptrisiken. Hinzu kommt, dass die Schadensumme eines schweren Erdbebens auch die Schweizer Volkswirtschaft stark treffen wΓΌrde.

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