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Jahresbilanz

R+V Versicherung will in den nΓ€chsten fΓΌnf Jahren um 20 Prozent wachsen

Die genossenschaftliche R+V Versicherung will bis 2030 um 20 Prozent zulegen und der Konkurrenz damit wieder GeschΓ€ft abjagen.

R+V-Vorstandschef Norbert Rollinger sieht grosses Wachstumspotenzial im Vertrieb ΓΌber die Volks- und Raiffeisenbanken.
R+V-Vorstandschef Norbert Rollinger sieht grosses Wachstumspotenzial im Vertrieb ΓΌber die Volks- und Raiffeisenbanken.R+V

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Β«Unser Ziel ist es, die ProfitabilitΓ€t weiter zu stΓ€rken und gleichzeitig Marktanteile zu gewinnenΒ», sagte Vorstandschef Norbert Rollinger. Im vergangenen Jahr hatte die R+V die Beitragseinnahmen um gut fΓΌnf Prozent auf 20,9 Milliarden Euro gesteigert und das Ergebnis vor Steuern dank stark gestiegener ErtrΓ€ge aus den Kapitalanlagen um 37 Prozent auf den Rekordwert von 1,275 Milliarden Euro ausgebaut. FΓΌr 2030 hat sich die R+V mindestens 25 Milliarden Euro BruttobeitrΓ€ge und einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro vor Steuern vorgenommen.

Grosses Wachstumspotenzial bei Vertrieb ΓΌber Volks- und Raiffeisenbanken

KΓΌnftig setzt die zum genossenschaftlichen Spitzeninstitut DZ Bank gehΓΆrende R+V verstΓ€rkt auf den Vertrieb ΓΌber die Volks- und Raiffeisenbanken, wie Rollinger ankΓΌndigte. Β«Denn hier liegt grosses Wachstumspotenzial.Β» Zudem wolle man interne Prozesse mit Technik optimieren. Bei der Preisgestaltung werde der Konzern verstΓ€rkt KΓΌnstliche Intelligenz nutzen. Im vergangenen Jahr waren die Marktanteile der R+V in der Lebensversicherung, in der Schaden- und Unfall-Sparte, vor allem aber bei den Kfz-Policen abgebrΓΆckelt.

Verbesserte Schaden-Kosten-Quote

Letzteres habe man bewusst in Kauf genommen, um die Verluste einzudΓ€mmen - mit Erfolg: Durch PreiserhΓΆhungen - von 2023 auf 2024 um sieben Prozent und zum neuen Jahr um weitere elf Prozent - habe sich die Schaden-Kosten-Quote auf 103,0 von 106,7 Prozent verbessert. Β«Wir schauen, dass wir das so moderat wie mΓΆglich haltenΒ», sagte Sachversicherungs-Vorstand Klaus Endres mit Blick auf die Tarife. Die ganze Branche leidet unter steigenden Werkstatt- und Ersatzteilkosten, die R+V ist der drittgrΓΆsste Anbieter. FΓΌr das laufende Jahr rechnet Endres mit einer Schaden-Kosten-Quote von weniger als 100 Prozent, also mit operativen Gewinnen.

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FΓΌr den Konzern rechnet Finanzchef Marc Michallet fΓΌr 2025 allerdings mit einem GewinnrΓΌckgang auf 1,13 Milliarden Euro. Die KapitalmΓ€rkte kΓΆnnten nicht jedes Jahr so viel RΓΌckenwind geben wie im vergangenen Jahr. Das Jahr habe gut begonnen: Die BeitrΓ€ge in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen in den ersten zwei Monaten konzernweit um neun Prozent auf 5,27 Milliarden Euro. Das stΓ€rkste Wachstum verzeichnete die Lebens- und Rentenversicherung mit 14,4 Prozent. Sie hatte nach einer jahrelangen Durststrecke erst im vergangenen Jahr wieder kleine ZuwΓ€chse verzeichnet, weil sich fondsgebundene Policen gut verkauften. (Reuters/hzi/pg)

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