Detailanalysen des Angriffs hΓ€tten gezeigt, dass die TΓ€terschaft Zugang zu einigen internen kundenbezogenen Daten der Comparis-Gruppe hatte, teilte die ZΓΌrcher Kantonspolizei am Mittwoch auf ihrer Webseite fΓΌr CyberkriminalitΓ€t mit. Bei den Daten handelte es sich demnach unter anderem um Email-Adressen der Nutzer.
Es mΓΌsse davon ausgegangen werden, dass gewisse Daten entwendet worden seien, hiess es weiter. Hierzu zΓ€hlten Kundendaten des Schwesterunternehmens Credaris, mit dem die Kunden von Comparis in der Vergangenheit Kontakt hatten. Das Unternehmen informierte mΓΆgliche Betroffene laut eigenen Angaben direkt. Cybersecurity-Fachleute wΓΌrden das Risiko einer kriminellen Verwendung der Daten als gering einstufen, schrieb Comparis.
Strafanzeige eingereicht
Das Unternehmen schaltete laut Mitteilung die StrafverfolgungsbehΓΆrden ein und erstattete Strafanzeige gegen unbekannt. Zudem sei der EidgenΓΆssische Datenschutz- und Γffentlichkeitsbeauftragte informiert worden.
Die Firma riet ihren Kunden unter anderem, PasswΓΆrter zu Γ€ndern und und nicht auf verdΓ€chtige Kontaktaufnahmen von unbekannten Dritten zu reagieren, die sich als Bank- oder Versicherungsmitarbeitende ausgeben und ΓΌber gewisse Informationen der Betroffenen verfΓΌgen wΓΌrden.
Der Angriff von Anfang Monat sei mit hoher krimineller Energie durchgefΓΌhrt worden, erklΓ€rten die Cybercrime-Spezialistinnen und -Spezialisten der ZΓΌrcher Polizei weiter. Comparis-Kunden mΓΌssten sich vor drohenden Angriffen schΓΌtzen. Es kΓΆnne nicht ausgeschlossen werden, dass Kundendaten von Dritten fΓΌr kommerzielle oder betrΓΌgerische Zwecke verwendet wΓΌrden.
Comparis erklΓ€rte in einer Mitteilung, dass die mit dem mutmasslichen Datendiebstahl verbundenen Risiken aktuell noch Gegenstand von weiteren AbklΓ€rungen seien. Die mΓΆglicherweise betroffenen Anwenderinnen und Anwender bei Comparis sowie deren Schwesterfirmen wΓΌrden direkt informiert.