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Market Opinion: Effizienz von kleinen und grossen Krankenversicherungen

Warum die Systemwahl entscheidend ist

In der Krankenversicherungsbranche herrscht eine hartnäckige These: Je grösser der Versicherer, desto effizienter kann er sich aufstellen. Skalierungseffekte, bessere Verhandlungskraft, spezialisierte Teams – die Logik scheint eingängig. Doch die Zahlen erzählen eine andere Geschichte.

Redaktion HZ Insurance

[Symbolbild] Verschiedene Schweizer Krankenversicherungskarten, fotografiert am Dienstag, 25. April 2023 in Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler) .
Keystone

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In der Krankenversicherungsbranche herrscht eine hartnäckige These: Je grösser der Versicherer, desto effizienter kann er sich aufstellen. Skalierungseffekte, bessere Verhandlungskraft, spezialisierte Teams – die Logik scheint eingängig. Doch die Zahlen erzählen eine andere Geschichte.
Wie der unabhängige Vergleichsdienst moneyland.ch auf Basis der BAG-Daten errechnet hat, zahlen Versicherte im Durchschnitt 190 Franken pro Jahr für die Verwaltung. Die Spanne reicht von 95 bis über 500 Franken pro Person und Jahr. Auch Comparis kommt zum Schluss, dass die Verwaltungskosten 2024 im Schnitt bei 193 Franken lagen – mit der Krankenkasse Luzerner Hinterland als effizientester Kasse bei 95,20 Franken und der Kasse Birchmeier am anderen Ende mit 513,95 Franken. Effizient arbeiten ausgerechnet kleine und mittlere Versicherer wie die Luzerner Hinterland, Sumiswald oder die Sodalis.
Aufs Wesentliche fokussieren
Wie halten kleine und mittlere Krankenversicherer die Kosten so tief? Hier kommt die Technologie ins Spiel. Versicherungen, die ihre Systeme bewusst aufs Wesentliche fokussieren, haben einen deutlich kleineren Kostenblock. Sie sparen nicht nur laufende Nutzungskosten: Der grössere Anteil entsteht dadurch, dass Migrations- und Implementationsprojekte vermieden werden – keine triviale Grösse, wie die Branchenforschung zeigt. Genasys Technologies kommt in einer eigenen Analyse zum Schluss, dass 87 Prozent der IT-Ausgaben für Systemintegration verschwendet werden, und der CHAOS-Report der Standish Group attestiert einem Grossteil aller IT-Projekte Budgetüberschreitungen oder Scheitern.

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Branchenspezifische Kernsoftware
Dazu kommt: Versicherer, die KI mit menschlicher Interaktion einsetzen, können messbar bessere Ergebnisse mit höherer Qualität erzielen, weil Fälle einfacher, kompetenter und mit gesundem Menschenverstand gelöst werden. Gemäss einer eigenen Auswertung der BBT Software AG, basierend auf Geschäftsberichten und dem Comparis-Effizienzpreis, setzen vier der fünf effizientesten Versicherer – Luzerner Hinterland, Sumiswald, Sodalis und Visperterminen – auf branchenspezifische Kernsoftware von BBT. Sie betreuen zwischen 1'200 und 1'610 Versicherte pro Vollzeitstelle, während Grossanbieter wie CSS, Helsana oder Visana auf rund 800 bis 850 kommen. Einzig die CSS mit eigener Systementwicklung und 156,20 Franken pro Versichertem hält bei den Grossen mit.
Andere beschreiten eigene Wege: Helsana hat laut Computerworld mit Centris mehrere Kernsysteme zur «Swiss Health Platform» konsolidiert, die KPT setzt auf Adcubum Syrius. Solche Konsolidierungen beantworten gewachsene Systemlandschaften – binden laut IT-Forschung Zeit und Budget.
Die richtigen Fundamente
Eine intelligente Systemwahl ist zwar eine IT-Entscheidung, doch vor allem eine strategische Frage mit langfristigen Konsequenzen. Offenbar geht es weniger um Grössenklassen als um Technologie und Organisationsfähigkeit. Wer die richtigen Fundamente schafft, dürfte die nächsten Jahre profitieren.

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Die Market Opinion Effizienz von kleinen und grossen Krankenversicherungen wird in Zusammenarbeit mit BBT Software AG realisiert.

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