Einkommen beeinflusst Nutzung von Gesundheitsleistungen erheblich
Personen mit tieferem Einkommen gehen häufiger zum Arzt. Gleichzeitig nutzen sie Vorsorgeangebote seltener. Dies zeigt der neue Helsana-Report «Haushaltseinkommen und Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen».
Personen mit tieferem Einkommen nutzen tendenziell mehr medizinische Leistungen. Keystone
Menschen mit tieferen Einkommen sind häufiger von chronischen Krankheiten betroffen, gehen häufiger zum Arzt, nutzen weniger Vorsorgeleistungen und verursachen höhere Kosten. Dies zeigt der von der Universität Basel im Auftrag von Helsana erstellte neue Einkommensreport, der auf Versicherungs- und Einkommensdaten basiert. Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Einkommensklassen. Einige Beispiele:
Bei Depressionen ist der Anteil in der tiefsten Einkommenskategorie rund dreimal so hoch wie in der höchsten.
Bei erhöhten Cholesterinwerten beträgt der Unterschied 74 Prozent.
Bei chronischen Schmerzen sind Personen mit tieferem Einkommen mehr als dreimal so häufig betroffen und erhalten deutlich häufiger starke Schmerzmittel.
Bei Spitalaufenthalten verzeichnen Versicherte mit tieferem Einkommen längere Aufenthalte.