«Gerade bei der Geldanlage und bei der Vorsorge kann das Streben nach Sicherheit selbst zum Risiko werden», erklärt Studienleiter Michael Hermann. Zwei von drei Personen bereuen es, in den vergangenen Jahren in mindestens einem Lebensbereich zu wenig gewagt zu haben – am häufigsten bei Finanzfragen. Auffällig ist, dass fast die Hälfte der Erwerbstätigen (47%) damit rechnet, ihren Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Dennoch scheuen viele risikoreichere Investments, die sich in der Vergangenheit bei langen Anlagehorizonten in der Regel als renditereichere Strategie erwiesen haben.
In der Schweiz halten sich Vorsichtige und Wagemutige die Waage: Rund die Hälfte der Befragten (47%) schätzt sich selbst als risikofreudig ein, die andere Hälfte (45%) als ängstlich. Bemerkenswert ist die Differenz zwischen Selbst- und Fremdbild – so wird die Schweizer Bevölkerung als Ganzes mehrheitlich (75%) als ängstlich wahrgenommen.