Eine schmale Rente kann hierzulande rasch in Richtung Armutsgrenze führen, aber in manchen anderen Ländern lässt sich damit unter Umständen ein komfortabler Lebensstandard finanzieren. Wer sich überlegt, seinen Ruhestand im Ausland zu verbringen, steht mit dieser Idee längst nicht mehr allein da. Gemäss dem Bundesamt für Statistik waren Ende 2025 rund 838'600 Schweizer Staatsangehörige bei einer Vertretung im Ausland registriert. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl der mindestens 65-Jährigen unter ihnen um gut einen Drittel, die Gesamtzahl dagegen nur um 10 Prozent. Im weltweiten Schnitt ist knapp ein Viertel der Auslandschweizer (24 Prozent) 65 Jahre oder älter. Besonders hoch ist der Anteil der mindestens 65-jährigen Schweizerinnen und Schweizer in Thailand (44 Prozent), Portugal (37 Prozent), Südafrika (34 Prozent) und Spanien (33 Prozent).
Mit einem Einkommen in Schweizer Franken lässt es sich aufgrund der Kaufkraftunterschiede in diesen Ländern deutlich günstiger leben. Ein repräsentativer Waren- und Dienstleistungskorb, für den 2025 hierzulande 100 Franken aufgewendet werden mussten, kostete nach Berechnungen der Weltbank in Thailand umgerechnet rund 25 Franken, in Südafrika 34 Franken, in Portugal 51 Franken und in Spanien 54 Franken. Die Werte bilden allerdings Durchschnittswerte ab; Wohnort, Wohnstandard, Krankenversicherung und der Konsum importierter Waren können das individuelle Budget erheblich verändern.