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Keine Flüssiggasprojekte im Korallendreieck

70 Organisationen fordern Versicherer und Rückversicherer zu Deckungsstopp auf

Mehr als 70 Organisationen aus über 30 Ländern auf sechs Kontinenten fordern die weltweit grössten Versicherungs- und Rückversicherungsgruppen auf, die Versicherung von Projekten im Bereich fossiler Brennstoffe und den Ausbau der Erdgasnutzung im südostasiatischen Korallendreieck einzustellen, da diese vielfältige Risiken für das artenreichste Meeresgebiet der Erde darstellten.

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Die reiche Artenvielfalt der Region beherbergt drei Viertel aller weltweit bekannten Korallenarten. Unsplash

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Die Organisationen, zu denen Urgewald, Greenpeace Southeast Asia, Reclaim Finance und ShareAction gehören, fordern 20 der weltweit führenden (Rück-)Versicherer auf, lokale Gemeinschaften und die biologische Vielfalt zu schützen, indem sie ihre Versicherungen und Investitionen in Projekte mit fossilen Brennstoffen im Korallendreieck einstellen. Zu den adressierten Unternehmen gehören auch Swiss Re, Zurich Insurance und die Helvetia-Baloise Group, wie Campax und «Insure for Future» in einer Mitteilung schreiben.
Derzeit seien 113 Öl- und Gasfelder im Korallendreieck in Betrieb, das sich über die Küsten von Indonesien, Malaysia, Papua-Neuguinea, den Philippinen, den Salomonen und Timor-Leste erstreckt. Die Gasfelder versorgen 19 LNG-Terminals. In der Mitteilung heisst es, es gebe Pläne, mindestens 27 weitere zu errichten.

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