Nur 38 Prozent fordern gemäss dem AXA-Mobilitätstacho grosse oder massive Investitionen in die Nationalstrassen, bei Strassen in den Städten und Agglomerationen sind es lediglich 29 Prozent. «Punktuelle Investitionen» werden am häufigsten gewünscht. Stattdessen wünschen die Schweizerinnen und Schweizer, dass bei der Kapazität der Bahninfrastruktur angesetzt wird. 62 Prozent sehen dort massiven oder grossen Investitionsbedarf. Beim öffentlichen Nahverkehr sind es 57 Prozent.
Während Investitionen in den öffentlichen Verkehr bei praktisch allen Bevölkerungsgruppen auf breite Zustimmung stossen, sind Investitionen in die Strassen hingegen deutlich umstrittener. «Dabei hängt der wahrgenommene Investitionsbedarf stark vom Verkehrsmittel ab, mit dem die Befragten im Alltag unterwegs sind», erklärt Michael Hermann, Geschäftsführer des Forschungsinstituts Sotomo, das die Umfrage im Auftrag der AXA durchgeführt hat. «Personen, die im Alltag hauptsächlich mit dem Auto unterwegs sind, befürworten den Ausbau der Nationalstrassen, während ÖV-Nutzende diesen ablehnen. Umgekehrt finden grosse Investitionen in die Bahninfrastruktur in allen Gruppen eine Mehrheit, aber am stärksten bei den ÖV-Nutzenden selbst», ergänzt er.