Herbststürme Austen und Boelo verursachen Schäden in Millionenhöhe
Die Stürme Austen und Boelo haben Ende Oktober in Westeuropa grosse Schäden angerichtet. Laut Aon dürften die wirtschaftlichen und versicherten Schäden mehrere hundert Millionen Euro erreichen.
Umgestürzter Baum in Urville-Nacqueville, La Hague, nach dem Sturm «Austen», der am 23. Oktober 2026 die Presqu’île du Cotentin im Departement Manche in Frankreich heimgesucht hatte. Dukas
Zwei kurz aufeinanderfolgende Stürme haben zwischen dem 22. und 25. Oktober 2026 Teile Westeuropas mit heftigen Winden und starken Regenfällen getroffen. Gemäss dem neusten «Weekly Cat Report» des Beratungsunternehmens Aon waren Irland, Grossbritannien und Frankreich am stärksten betroffen. Gebäude und Infrastruktur wurden beschädigt, vielerorts fiel der Strom aus, und der Verkehr war erheblich gestört.
Austen, der erste benannte Sturm der Saison 2026/27, zog in der Nacht auf den 23. Oktober über Südengland und Nordfrankreich hinweg. Die stärksten Böen wurden an der bretonischen Küste gemessen: An der Pointe du Raz im Finistère erreichten sie 161 km/h, mehrere Messstationen verzeichneten Oktoberrekorde. Météo-France hatte 23 Departemente unter die zweithöchste Warnstufe gestellt. Laut dem Netzbetreiber Enedis waren zur Spitzenzeit rund 288'000 Haushalte ohne Strom, vor allem in der Bretagne und der Normandie. Zugverbindungen fielen aus, Brücken wurden gesperrt.