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Schweizer Bevölkerung bleibt Abnehmspritzen gegenüber ablehnend

Laut dem jährlichen Sanitas Präventionsradar stehen 78 Prozent der Menschen in der Schweiz der Nutzung von Abnehmspritzen ablehnend oder skeptisch gegenüber.

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Wer kennt es nicht aus eigener Erfahrung: Ein paar überflüssige Kilos tragen viele von uns mit sich herum. Dass ein beträchtliches Interesse am Thema Abnehmspritzen besteht, überrascht deshalb kaum. Die hohe Anzahl an Zeitungsartikeln zu den sogenannten GLP-1-Medikamenten in den letzten Monaten weist ebenfalls auf ein grosses Interesse hin. Denn die Abnehmspritzen versprechen einen deutlichen Gewichtsverlust, ohne dass man konsequent auf Kalorienbomben wie Schokolade, Fast Food, Snacks oder auch Alkohol verzichten muss.

Einfluss auf die Prämien?

Laut einer Analyse der Beratungsgesellschaft Deloitte werden die weltweit erwarteten Erlöse mit Abnehmmedikamenten inzwischen höher eingeschätzt als jene mit Krebsbehandlungen. Das wirkt sich positiv auf die Gewinne der Pharmaunternehmen aus. Mit den wachsenden Umsätzen wächst jedoch die Sorge, dass Abnehmspritzen bei den Gesundheitskosten in der Schweiz übermässig zu Buche schlagen und damit zu höheren Krankenkassenprämien führen könnten.

Abnehmspritzen kein Lifestyleprodukt

In der Schweiz sind Abnehmspritzen im Gegensatz etwa zu den USA aber noch lange kein Lifestyleprodukt. Das belegt die jährliche, repräsentative Umfrage «Präventionsradar Schweiz» im Auftrag der Stiftung Sanitas Krankenversicherung. Vier Fünftel der Befragten haben solche Medikamente noch nie verwendet und können sich mehrheitlich auch künftig keine Anwendung vorstellen. Konkret stehen 78 Prozent der Teilnehmenden der Nutzung ablehnend oder skeptisch gegenüber – und das unabhängig vom Alter.
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Vor diesem Hintergrund erscheint fraglich, ob Abnehmspritzen tatsächlich automatisch einen starken Anstieg der Prämien nach sich ziehen werden. Hinzu kommt: Wer sie aus rein kosmetischen oder Lifestyle-Gründen nutzt, muss die Kosten selbst tragen. Für die Mehrheit der Befragten ist deshalb klar: Nur wenn eine medizinische Diagnose vorliegt, soll die obligatorische Krankenversicherung bezahlen. Genau das entspricht der aktuellen gesetzlichen Regelung in der Schweiz – und gilt ausdrücklich nicht für Personen, die einfach keine Lust haben, mehr Sport zu treiben oder gelegentlich auf ein Dessert oder ein Glas Wein zu verzichten.
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Weitere spannende Ergebnisse – unter anderem zu (digitalem) Stress, der Bedeutung von sozialen Beziehungen und Generationsunterschieden für das Präventionsverhalten sowie zur Frage, wer für die Kosten der Gesundheitsvorsorge verantwortlich ist – findet man auf der Präventionsradar-Webseite: www.sanitas.com