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«Präventionsradar Schweiz»

Gemeinsam heisst gesünder: Wirken soziale Beziehungen präventiv?

Enge soziale Beziehungen und gemeinsame Aktivitäten gehen für eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung mit einer höheren Zufriedenheit und einem gesünderen Lebensstil einher.

Senioren auf einer Bank
Personen mit mehr engen Bezugspersonen fühlen sich körperlich und psychisch zufriedener, schlafen besser, haben weniger Stress, bewegen sich mehr und ernähren sich aus eigener Perspektive gesünder. imago/epd

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Die zweite Ausgabe des «Präventionsradar Schweiz» der Stiftung Sanitas Krankenversicherung bestätigt, dass die Menschen in der Schweiz Gesundheitsvorsorge ernst nehmen und sich aktiv darum kümmern. Für eine Mehrheit gehören regelmässige Bewegung und selbst zubereitete Mahlzeiten zum Alltag. Die diesjährige Ausgabe der repräsentativen Befragung beleuchtet zudem insbesondere die Rolle von engeren sozialen Beziehungen sowie den Einfluss des Alters auf das Gesundheitsverhalten.
Wichtige Erkenntnisse der Studie
  • Soziale Beziehungen und gemeinsame Aktivitäten als Gesundheitsbooster: Personen mit mehr engen Bezugspersonen fühlen sich körperlich und psychisch zufriedener, schlafen besser, haben weniger Stress, bewegen sich mehr und ernähren sich aus eigener Perspektive gesünder.
  • Selbstverantwortlich für Gesundheitsvorsorge – aber auch für die Kosten? Die grosse Mehrheit (80%) sieht jeden selbst als hauptverantwortlich für Gesundheitsvorsorge. Die Kostenverantwortung soll jedoch eher geteilt werden.
  • Skepsis gegen Abnehmspritzen: Eine grosse Mehrheit der Befragten (78%) kann sich nicht vorstellen, bei Gewichtsproblemen selbst Abnehmspritzen einzusetzen. Doch die solidarische Finanzierung der teuren Präparate wird nicht in Frage gestellt.
  • Generationenunterschiede: Was machen Boomer besser? Ältere Menschen sind zufriedener mit ihrer Gesundheit und weniger gestresst als jüngere und mittlere Erwachsene. Punkto leichter Alltagsbewegung sind über 60-Jährige aktiver als junge Erwachsene.
  • Digital Detox zur Stressreduktion: Für rund die Hälfte der Bevölkerung reduzieren Offline-Pausen Stress und ein Viertel sehen auch Gaming als stressreduzierend an. Demgegenüber werden Push-Benachrichtigungen und ständige Erreichbarkeit als belastend gesehen, auch Social Media erhöht für circa einen Viertel den Stress.

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