Der menschliche Körper besitzt die faszinierende Fähigkeit, sich selbst zu heilen. Dazu ersetzt er jeden Tag Millionen von alten Zellen durch neue. Einige Krankheiten können diese Heilungsmechanismen jedoch behindern: so etwa Diabetes Mellitus, eine Krankheit, die allein in der Schweiz über 500'000 Menschen betrifft. Wird eine Diabetes-Erkrankung nicht oder ungenügend behandelt, schädigt der hohe Blutzuckerspiegel Blutgefässe und Nerven, wodurch die Füsse schlecht durchblutet werden. Dies wiederum kann das diabetische Fusssyndrom auslösen: Nur schon durch eine Druckstelle im Schuh können Wunden an den Füssen entstehen. Während eine solche Wunde bei gesunden Menschen innerhalb von 1-2 Wochen verheilt, kann sie bei Betroffenen chronisch werden – also trotz Pflege länger als vier Wochen nicht verheilen.
Um die Behandlung chronischer Wunden kümmert sich in der Regel ein Behandlungsteam aus den Disziplinen Dermatologie, Chirurgie und Pflege. Die Wunde erfordert engmaschige Kontrollen und einen Verbandswechsel mindestens alle drei Tage. Und das häufig bis zu einem Jahr. Aufgrund dieses grossen personellen Aufwands stellen chronische Wunden eine ernstzunehmende ökonomische Belastung für das Gesundheitswesen dar.