Die Erwartungen sind hoch, aber das Vertrauen in die Leistungen ist gering: Drei Viertel der Erwerbstätigen in der Schweiz gehen davon aus, dass sie im Ruhestand mehr als 60 Prozent ihres heutigen Einkommens benötigen (Ersatzquote). Zugleich glauben 59 Prozent nicht, dass die erste und zweite Säule der Vorsorge ausreichen werden, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Das zeigt die neue Studie «Vorsorge-Dialog 2026» der Hochschule Luzern. Befragt wurden im Juni 1'258 Angestellte im Alter von 20 bis 65 Jahren.
Auch im Ruhestand ein sicheres Einkommen zu haben, ist eines der wichtigsten Motive für die monatliche Rente. Bei denen, die eine Mischform aus monatlicher Rente und einem einmaligen Kapitalbezug wählen, kommt das Argument der finanziellen Flexibilität hinzu: Insgesamt bevorzugen 51 Prozent eine Kombination aus Kapital und Rente. Nur 21 Prozent wählen ausschliesslich die Rente, 13 Prozent den vollständigen Kapitalbezug; 15 Prozent sind unentschlossen. Flexible Rentenmodelle stossen aber immer häufiger auf grosses Interesse: 83 Prozent finden mehrere Varianten attraktiv; für 62 Prozent würde ein solches Angebot die Bereitschaft zum Rentenbezug erhöhen.