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Allianz Commercial Studie

Krieg für mehr als 50 Prozent der Unternehmen weltweit Top-Risiko

Der Krieg im Nahen Osten verändert die globale Risikolandschaft für Unternehmen und Versicherer.

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Unternehmen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, stehen vor erheblichen Herausforderungen. Adobe Stock

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Politische Risiken und Gewalt sind im jährlichen Allianz Risk Barometer 2026, global auf Platz sieben geklettert. Dies ist die bisher höchste Platzierung im Ranking und verdeutlicht, dass diese Gefahren in einer Welt voller Unruhen mittlerweile zu den gängigen Geschäftsrisiken zählen. Die neue Allianz Commercial Studie «Political violence and civil unrest trends 2026» zeigt, dass Krieg für mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen, das am meisten gefürchtete Risiko im Bereich politischer Gewalt ist. Konflikte in Europa und im Nahen Osten stören den globalen Handelsfluss, belasten politische Allianzen und erhöhen die Risiken für Unternehmen weltweit. Rund 60 Prozent der Befragten aus Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum sehen Krieg als das grösste Risiko an. Zivile Unruhen rangieren weltweit auf Platz zwei (49 Prozent), Terrorismus/Sabotage auf Platz drei (46 Prozent).
Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran dominiert die Schlagzeilen und hat die Weltwirtschaft bereits erheblich beeinträchtigt. Unternehmen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, stehen vor erheblichen Herausforderungen. Störungen der Lieferketten, der Verlust des Marktzugangs sowie das Risiko von Cyberangriffen und Sabotage, sind nur einige Beispiele. Schätzungen zufolge ist das Konfliktrisiko für Unternehmensvermögen bereits vor dem Iran-Krieg in den letzten fünf Jahren um mehr als 20 Prozent gestiegen. Für die Versicherungsbranche und insbesondere den Bereich Politische Gewalt und Terrorismus (PVT) könnte der Krieg im Nahen Osten in einigen Bereichen zu erheblichen Verlusten und zu neuen Risikobewertungen für spezielle Branchen und Regionen führen, schreibt Allianz Commerical. Es zeichnet sich ab, dass das Ausmass der finanziellen Verluste zu einem kostspieligeren Ereignis führen könnte als die PVT-Schadenfälle infolge des Krieges in der Ukraine.

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