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Ein Jahr nach dem Bergsturz

Grosse Solidarität, schnelle Hilfe und mögliche Lehren aus Blatten

Der gewaltige Bergsturz von Blatten vom 28. Mai 2025 hat eindrücklich gezeigt, dass Solidarität in schwierigen Momenten trägt. Die Katastrophe mahnt zur Demut vor Naturgewalten. Sie erinnert daran, dass Menschenleben bei Naturgefahren dank guter Kooperation von Wissenschaft, Behörden und Bevölkerung gerettet werden können.

Birch Glacier causes avalanche near Blatten
Für den Walliser Geologen Guillaume Favre-Bulle, der den Bergsturz vor einem Jahr via Webcam beobachtet hatte, war das Naturereignis «ein echter Schock». Keystone

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Via Webcam beobachtete Guillaume Favre-Bulle, damals Leiter der Abteilung für geologische Gefahren und Bodenschätze in der Walliser Dienststelle für Naturgefahren, den Bergsturz vor einem Jahr. Rückblickend spricht er von «einem echten Schock». Sehr schnell habe man sich auf das Notfallmanagement und die Gefahr eines möglichen Dammbruchs konzentrieren müssen, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Prävention hat funktioniert

Der Erdrutsch habe gezeigt, wie wichtig wissenschaftliche Erkenntnisse, Überwachung und Zusammenarbeit zwischen Fachleuten und Behörden seien. Dank guter Vorausschau und effizienter Koordination hätten Leben gerettet werden können, sagte der heutige Walliser Kantonsgeologe weiter. Investitionen in den Schutz vor Naturkatastrophen blieben deshalb auch künftig im Alpenraum zentral.

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