Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich rasant zu einem neuen Machtfaktor im Welthandel. Eine aktuelle Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade zeigt: KI verändert nicht nur Technologien, sondern ganze Lieferketten, Handelsströme und geopolitische Abhängigkeiten.
«Europa läuft aktuell Gefahr, vom Industriestandort zum digitalen Mieter zu werden»: Milo Bogaerts, CEO Allianz Trade DACH. ZVG Allianz Trade
Der weltweite Handel mit KI-relevanten Gütern hat sich laut der Studie innerhalb von zehn Jahren von rund 1 Billion US-Dollar (USD) auf USD 3,8 Billionen nahezu vervierfacht, wie Allianz Trade am Freitag in einer Mitteiling schreibt. Mittlerweile entfallen bereits rund 15% des globalen Warenhandels auf KI-nahe Produkte und Infrastruktur. Asien kontrolliert dabei grosse Teile der Wertschöpfung – von Halbleitern über Speichertechnologien bis hin zu Rechenzentrums-Hardware.
«Der globale KI-Wettlauf ist auch ein Wettlauf um Infrastruktur, Daten und wirtschaftlichen Einfluss», sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz. «Wer die Chips, Rechenzentren und Plattformen kontrolliert, kontrolliert künftig auch wesentliche Teile der globalen Wertschöpfung – und beeinflusst damit massgeblich den Welthandel und Warenströme.»