Das Wetterphänomen «El Niño» soll dieses Jahr besonders stark sein. Gut für Insurance-linked Securities (ILS).
Während vom Atlantik her für 2026 eine eher moderate Hurrikan-Saison erwartet wird, dürfte Südostasien – unterstützt durch einen Super-El-Niño – umso heftiger von Taiufunen heimgesucht werden: Yangon in Myanmar im vergangenen Juni. Keystone
Wieder einmal spielt das Christuskind eine grosse Rolle für die Vorhersage von Hurrikans im Atlantik. Denn die alle paar Jahre gemessene Erwärmung eines Gebiets im äquatorialen Pazifik erreicht die lateinamerikanische Küste meist um die Weihnachtszeit, also am Geburtstag des Jesuskinds, auf Spanisch «El Niño». Der Ausdruck soll von peruanischen Fischern stammen, die ausbleibende Fischschwärme zu beklagen hatten, wie die VP Bank in ihrer aktuellen Analyse vom Dienstag schreibt.
Derzeit zeigen die Wahrscheinlichkeiten der US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), dass ab September 2026 ein Super-El-Niño bevorstehen könnte. Die Folgen wären extremes Wetter, was besonders Anleger, die versicherungsähnliche Wertpapiere halten, also Insurance-linked Securities (ILS) und Cat-Bonds, interessiert. Für sie könnten dies sogar positive Neuigkeiten sein. Doch der Reihe nach.