Der durchschnittliche Schaden durch Betriebsunterbrechung bei Unternehmen liegt laut einer Analyse von Allianz Commercial bei 850'000 Euro. Feuer und Naturkatstrophen sind dabei besonders kostspielig.
Unternehmen sind zunehmend dem Risiko steigender Betriebsunterbrechungsschäden ausgesetzt, bedingt durch Produktionskonzentration, anfällige Lieferketten, geopolitische Spannungen, Inflation und wachsende Technologieabhängigkeit. Das geht aus einer Analyse des Industrieversicherers Allianz Commercial hervor. Danach übersteigen diese Verluste die Kosten für die Behebung von Sachschäden bei weitem.
Der durchschnittliche Gesamtwert eines Betriebsunterbrechungsschadens liegt nach Angaben von Allianz Commercial mittlerweile bei über 850'000 Euro. Dies sei etwa 70 Prozent höher als der entsprechende durchschnittliche Sachschaden von knapp 500'000 Euro, so die Analyse. Der Bericht analysiert 7'888 Schadensfälle aus der BU-Versicherung der Industrieversicherungsbranche mit einem Gesamtwert von rund 6,74 Milliarden Euro im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2025. Obwohl die Schadenshäufigkeit stabil geblieben ist, stieg der durchschnittliche Schadenswert in den letzten zwei Jahren jährlich um über 30 Prozent. In Deutschland sind Feuer oder Explosionen für fast 50 Prozent der BU-Schäden verantwortlich, während die Niederlande (87 Prozent) oder Indien (67 Prozent) vor allem Naturkatastrophen als Schadenstreiber sehen.